15.07.2020 - 15:39 Uhr
HirschauOberpfalz

Franz Enderer war Lokführer aus Berufung

In 40 Dienstjahren bei der Deutschen Bahn geht Franz Enderer in den Ruhestand. Unfallfrei waren die Berufsjahre des Lokführers nicht immer, doch glücklich ist er, dass Zusammenstöße mit Autos immer glimpflich ausgingen.

Claus Barth (links), Gruppenleiter Cargo Nordostbayern der Deutschen Bahn, verabschiedet Franz Enderer nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand.
von Gerhard FleischmannProfil

40 Jahre war Franz Enderer bei der Bahn tätig. Nun stand seine letzte Schicht als Lokführer an – nicht ohne etwas Wehmut. Gruppenleiter Claus Barth, sein Vorgesetzter, war voll des Lobes für den angehenden Ruheständler. Seit es in Hirschau kein eigenes Bahnpersonal mehr gibt, sei Enderer so etwas wie der Bahnhofsvorstand für die Kollegen. Für alles, war rund um den Hirschauer Bahnhof zu regeln ist, sei er als einer der erfahrensten Mitarbeiter auf dem Streckenabschnitt ansprechbar gewesen. Mit Enderer scheide ein Stück Eisenbahn aus, ein Mitarbeiter und Mensch, mit dem sich die Zusammenarbeit sehr positiv gestaltete. Diesem Lob schloss sich auch Thomas Hüttl, der bei der Amberger Kaolinwerke Verwaltungs-GmbH für die Logistik zuständig ist, an.

Ins Berufsleben startete Franz Enderer als Maurerlehrling bei der Firma Kick in Schnaittenbach. Nach Lehrabschluss suchte die Bahn Lokführer. Und Franz Enderer begann als Beamter im mittleren Dienst eine weitere Ausbildung. Diesen Wechsel hätte er nie bereut. Als Lokführer Güterverkehr und im Rangierdienst war er viele Jahre eingesetzt. Die Nebenstrecke Hirschau-Amberg, auf der heute nur noch Güterverkehr abgewickelt wird, kennt Enderer wie aus seiner Westentasche. Mit 25 bis 50 Stundenkilometern wird hier gefahren, da sehe man am frühen Morgen schon mal Rehe, Hasen oder einen Fuchs aus der Nähe.

Besonders freut den baldigen Ruheständler, der als Lokführer an ein paar Unfällen mit Pkw beteiligt war, dass dabei nie jemand ernsthaft verletzt wurde und es nur zu Blechschäden kam.

Franz Enderers Stelle wird nachbesetzt mit einer Lokführerin. Die Nina, erklärte Claus Barth mit einem Augenzwinkern, wurde sofort von den Kollegen in „Franziska“ umbenannt, wer sonst sollte dem Franz nachfolgen. Der Franz hingegen freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. Die Enkel, die Familie, die Musik und der Garten werden keine Langeweile aufkommen lassen.

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