Hirschau
16.11.2018 - 10:49 Uhr

Hirschauer Bürgerversammlungen finden reges Interesse

2018 sind Investitionen in Höhe von 6,39 Millionen Euro vorgesehen. Darin sind 1,92 Millionen Euro Fördergelder enthalten. Diese Zahlen gibt der Hirschauer Bürgermeister Hermann Falk bei der Bürgerversammlungen bekannt.

Falk erstattete bei insgesamt sechs Bürgerversammlungen in den Ortsteilen und in Hirschau selbst Bericht über abgelaufene und geplante Projekte. Abgeschlossen sei die Errichtung der ambulanten Tagespflege und die Erweiterung des betreuten Wohnens auf jetzt 18 Einheiten, die ausgebucht seien, sagte Falk. Möglich gemacht habe diese Maßnahme eine Spende von 1,5 Millionen Euro von Klaus Conrad. Seiner Unterstützung sei auch der für August 2019 geplante Bau des Stadtbrunnens am Marktplatz zu verdanken. Fertigstellen müsse die Stadt den Grüngürtel um den neuen Edeka-Markt, der dortige Durchgang von der Innenstadt her werde sehr gut angenommen. Die Passage von der Josefstraße zur Innenstadt sei begonnen, dabei gelte es neue Auflagen zum Hochwasserschutz zu berücksichtigen.

Wie der Bürgermeister informiert, ist das Gemeinschaftshaus in Burgstall im Bau, der Kanalbau in Ober- und Untersteinbach soll 2019 beginnen, die Ortskernsanierung in Krickelsdorf ist abgeschlossen. Hier sei noch offen, inwieweit Straßenausbaubeiträge für die Bürger anfielen, da diese ja in der Zwischenzeit vom Freistaat abgeschafft worden seien. Die Renovierung der Kapelle in Steiningloh laufe, der Denkmalschutz spreche hier mit. Das Bürgerbüro solle aus dem Rathaus ins Gebäude der ehemaligen Sparkasse verlagert werden. Das Erdgeschoss des Rathauses werde umgestaltet, auch die Toiletten sollten erneuert, ein behindertengerechtes WC geschaffen werden.

Die auf LED umgestellte Straßenbeleuchtung müsse in einigen Straßen optimiert werden, sagte Falk. Im Gewerbegebiet Richtung Weiden werde die Firma Rewe neu bauen, vielleicht auch ein Drogeriemarkt. Die Generalsanierung der Schule, die 2019 anlaufen solle, sei auf zwölf Millionen Euro veranschlagt, der Bürgermeister hofft auf "spürbare staatliche Zuschüsse". Die Wege im Friedhof würden weiter verbessert, der Ausbau der Postgasse und die Sanierung der Moosweiherstraße stünden an. Der Ausbau des Breitbandnetzes ist nach Falks Angaben bis auf einige Ortsteile an die Telekom vergeben worden, bis Ende 2020 solle die Umsetzung erfolgen. Neu sei die Broschüre „Hirschau aktuell“, die die Stadt zur Information der Bürger jährlich viermal herausgeben will.

Aus der Bürgerschaft kam die Forderung, den Durchgang von der Josefstraße zur Innenstadt rasch zu realisieren. Auf Nachfrage zur Zukunft des derzeit geschlossenen Josefshauses informierte der Bürgermeister, dass eine Brandschutzbesichtigung stattgefunden habe. Vor einer offiziellen Inbetriebnahme seien Veränderungen nötig.

Zahlreiche Anfragen gab es auch in den Ortsteilen. Häufig ging es um konkrete Anliegen wie den Zustand von Straßen und Wegen, um nicht standsichere Bäume, die Straßenbeleuchtung oderden Kanal. Bürgermeister Hermann Falk dankte allen Ortssprechern für die gute Zusammenarbeit und den Bürgern für tatkräftige Mithilfe vor Ort.

Die Friedhofswege in Ehenfeld hielten die Belastung durch die Steinmetz-Fahrzeuge aus, stellte der Bürgermeister auf Nachfrage fest. Die Beleuchtung des Dorfchristbaums wird erneuert. In Weiher wurde die Stadt aufgefordert, mit potenziellen Grundbesitzern um die Fläche für ein neues Feuerwehrhaus zu sprechen. Der Bürgermeister bat verkaufsbereite Grundbesitzer, sich zu melden. Die Fensterbachquelle, die zu Schnaittenbach gehört, wächst wieder zu, ein Ortstermin der Bauausschüsse aus Schnaittenbach und Hirschau wurde angeregt

In Krickelsdorf läuft bei Starkregen weiterhin verschmutztes Wasser ins Dorf, das Bauamt wird einen Termin mit dem Ortssprecher ansetzen. Die Verbesserung des Kernwegenetzes zwischen Krickelsdorf und Gebenbach scheitert an fehlenden Grundabtretungen, ähnlich verhält es sich beim Pfarrerweiher in Weiher. Die Sicherheit der Kinder am Spielplatz sollte durch eine Abgrenzung verbessert werden, lautete eine Forderung. Für den Bereich Krickelsdorf wird ein Feldgeschworener gesucht.

In Steiningloh wurde die Unterstützung der Stadt bei der Baulandsuche gewünscht. Der Bürgermeister berichtete von einem Gespräch bei der Regierung der Oberpfalz, bei dem, abgesehen von Ortsabrundungen, keine Hoffnung auf ein Baugebiet gemacht worden sei. Die Stadt wolle aber dran bleiben. Die Breitbandversorgung geht den Steiniglohern zu langsam voran. Der Abriss des Pongratz-Anwesens sei beantragt, der Bescheid stehe aus. Ludwig Fischer brachte eine alternative Streckenführung für den Radweg zwischen Hirschau und Amberg ins Gespräch. Zweiter Bürgermeister Josef Birner regte an, beim Urspringer Weiher Leitplanken anzubringen, "weil es dort steil nach unten geht". Bemängelt wurde der schleppende Baufortschritt bei der Kapellenrenovierung.

 
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