23.12.2018 - 10:15 Uhr
HirschauOberpfalz

Kampf gegen Wassermassen mitten in Hirschau

Nasse Bescherung drei Tage vor Heiligabend: In Hirschau ist schon wieder eine Leitung der Trinkwasserversorgung geborsten. Die Feuerwehr, der städtische Bauhof und das Wasserwerk waren eine ganze Nacht lang im Großeinsatz.

Wasserrohrbruch in der Schönbrunner Straße in Hirschau.
von Uli Piehler Kontakt Profil
Wasserrohrbruch in der Schönbrunner Straße in Hirschau.
Wasserrohrbruch in der Schönbrunner Straße in Hirschau.

Was ist da los in Hirschau? Das kommunale Trinkwassernetz in der Stadt ist zum dritten Mal binnen weniger Wochen von einem Rohrbruch betroffen. Am Freitag gegen 18.20 Uhr barst die Leitung unter der Schönbrunner Straße. Wassermassen ergossen sich über den Asphalt. 25 Haushalte in der Schönbrunner Straße, in der Gartenstraße und in der Straße "Am alten Brunnen" saßen auf dem Trockenen.

Die Stadt informierte umgehend die Betroffenen. Ab 18.45 Uhr war nicht nur ein Großaufgebot an Helfern, sondern auch Bürgermeister Hermann Falk vor Ort. Die Arbeiten zur Behebung des Schadens dauerten die ganze Nacht. Aufgrund der enormen Wassermassen konnten die Arbeiten die Schadstelle erst gegen 1 Uhr lokalisieren. Ursache für den Bruch war ein sogenannter Lochfraß - ein Stein unter der etwa 50 Jahre alten Wasserleitung, der im Laufe der Zeit die Leitung zum bersten bringt.

Das gebrochene Stück wurde ausgetauscht und die Grube verfüllt. Doch dann gab es erneut Alarm: Als das Erdmaterial verdichtet wurde, brach das Rohr gegen 3.45 Uhr nur etwa drei Meter weiter erneut. "Es war wieder ein Lochfraß, den wir glücklicherweise mit einer Schelle dichtbekommen haben", heißt es im Bericht des Wasserwerks. Dessen Mitarbeiter, Beschäftigte des Bauhofs und Mitglieder der Feuerwehr waren bis 6.45 Uhr am Samstag im Einsatz.

Ein unglaublicher Kraftakt, der Bürgermeister Falk höchste Respekt abverlangt: "Es war eine herausragende Leistung", sagt er. "Alle haben zusammengeholfen und alles daran gesetzt, so schnell wie möglich die Wasserversorgung wieder herzustellen. Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter und die Helfer von der Feuerwehr. Auf alle war Verlass, so wie immer", freut sich der Rathaus-Chef. Auch im Internet gab es Lob. "Vielen Dank an all die zahlreichen Helfer, die abgesperrt haben und das Rohr wieder in Ordnung gebracht haben! Ihr seid der Wahnsinn!", schrieb jemand auf Facebook.

Erst vor zwei Wochen (am 10. Dezember) gab es einen Rohrbruch an der Kreuzung Georg-Schiffer-Straße/Mühlstraße, beim St. Wolfgang Kindergarten. Die Anwohner dort mussten zwei Tage ohne Wasserversorgung auskommen. Am 30. November waren die Häuser am Bachrain von einem Rohrbruch betroffen. Einen direkten Zusammenhang gibt es laut Bürgermeister Falk nicht. "Einerseits sind es Ermüdungserscheinungen von alten Leitungen, die teilweise aus den 60er- oder 70er-Jahren stammen. Auch Erschütterungen und die damit verbundenen Setzungen des Bodens rufen Rohrbrüche hervor", erklärt Falk. "Die Stadt Hirschau wechselt bei Sanierungen von Straßenzügen immer die Wasserleitung aus und ersetzt sie durch eine neue Wasserleitung. Auch im nächsten Jahr sind wieder Auswechslungen geplant. Durch das große Netz ist es leider nicht möglich, alle Leitungen innerhalb kurzer Zeit zu erneuern."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.