19.02.2019 - 10:47 Uhr
HirschauOberpfalz

Kommen jetzt Aldi und Rossmann nach Hirschau?

Sitzfleisch verlangt die Stadtratssitzung von Räten und Zuschauern. Doch dafür gibt es auch interessante Neuigkeiten. So zieht der Rewe-Markt nicht ins Gewerbegebiet am Bachranken um, mit Aldi und Rossmann sind aber neue Interessenten da.

Aldi zeigt - genauso wie der Drogeriemarkt Rossmann - Interesse am Standort Hirschau. Der Stadtrat befürwortet die Ansiedlung.
von Gerhard FleischmannProfil

Bei der Zusammenkunft, die in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Hermann Falk Vize Josef Birner leitete, informierten die Vertreter des Bauträgers, dass die Verkaufsfläche insgesamt etwas geringer werde. Probleme bereite wegen des steinigen Untergrunds die Ableitung des Regenwassers, eventuell sei ein eigenes Rückhaltesystem nötig. Die Nutzung regenerativer Energie sei derzeit nicht vorgesehen, wurde auf Nachfrage von Günther Amann bekanntgegeben. Die Freien Wähler sähen auf dem Gelände im Gewerbegebiet lieber die Ansiedlung von Betrieben aus der Region. Die Mehrheit von CSU und SPD befürwortete das Projekt bei drei FW-Gegenstimmen.

Dieses Abstimmungsergebnis zog sich dann bei der Behandlung der Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange nahezu durch. Die meisten der um die 30 Anregungen fanden Gehör oder sind bereits in die Planungen eingearbeitet. Neben dem bestehenden Sondergebiet für die beiden Märkte soll im Gewerbegebiet am Bachranken kein weiterer Einzelhandel zugelassen werden.

Als einzige Fachstelle sprach sich der Bund Naturschutz gegen die Planungen aus. Die Argumente: Neue qualifizierte Arbeitsplätze würden nicht geschaffen, wegen der Randlage würden zusätzliche Fahrstrecken erforderlich, der Ortskern verliere weiter an Bedeutung und es gebe schon ein Überangebot an Einkaufsmärkten in Hirschau. Weil die Regierung der Oberpfalz angesichts von fast 10 000 Einwohnern einen Bedarf für das Grundzentrum Hirschau/Schnaittenbach sah und auch ein positives Gutachten zum städtebaulichen Entwicklungskonzept vorlag, schlossen sich CSU und SPD den Bund-Naturschutz-Bedenken nicht an. Der Stadtrat billigte den geänderten Bebauungs- und Flächennutzungsplan gegen drei Stimmen der FW-Fraktion. Einwände aus der Bürgerschaft lagen nicht vor.

Den Entwurf zur Gestaltung des Grünbereichs beim neuen Edeka-Markt stellte Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch vor. Die Veräußerung von Flächen entlang der Stadtmauer an Privatpersonen oder auch Zugänge aus den Häusern heraus sieht die Regierung der Oberpfalz als förderschädlich an, der Fuß- und Radweg sei erforderlich.

Den Räten stieß die Projektsumme von rund 500 000 Euro auf, auch der Kommunikationsbereich im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 14 mit der Georg-Schifferstraße sollte verlegt werden, verlangten sie. Das Vorhaben soll nun nochmals überplant werden. Den Radweg um den Markt erachtete das Gremium als wenig sinnvoll, der Kreuzungsbereich soll als nicht aufwändige Grünfläche mit Blühzonen gestaltet werden. Die Kommunikationsfläche sei im Umfeld des Durchgangs von der Innenstadt zum Markt besser platziert, auch solle versucht werden, Kosten zu sparen. Die neue Sichtweise muss nun wegen der Fördergelder mit der Regierung der Oberpfalz abgeklärt werden.

Bei einer Gegenstimme befürworteten die Räte den Bauantrag der Stadt Hirschau zur Schulsanierung bei einer kalkulierten Gesamtsumme von etwa zwölf Millionen Euro. Das Projekt vor schon mehrfach intensiv besprochen worden.

Einstimmig winkte das Gremium die landkreisweite Zweckvereinbarung von Städten, Märkten, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Schul- und Zweckverbänden zur Benennung eines gemeinsamen Datenschutzbeauftragten durch.

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