26.08.2018 - 15:28 Uhr
HirschauOberpfalz

München, Rosenheim und noch Hirschau

Nur drei Stationen der Deutschland-Tour von Paul Ziemiak liegen in Bayern - eine davon ist Hirschau. Der Bundesvorsitzende der Jungen Union kommt am Samstag, um sein Bild von Bayern mit einer ländlichen Station zu vervollständigen.

Bürgermeister Hermann Falk (rechts) stellt Paul Ziemiak (links) die Stadt und den Monte Kaolino vor.
von Redaktion ONETZProfil

Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union, besuchte am Samstag den Landkreis, um nach München und Rosenheim sein Bild von Bayern zu vervollständigen - mit einer eher ländlichen Station. JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth hatte den Bundestagsabgeordneten eingeladen. Und der kam gerne - unter einer Bedingung: "Wenn er nach Bayern kommt, möchte er ein Paar Weißwürste haben", erklärte Wasmuth.

Knapp 30 Junge-Union-Mitglieder aus dem Bezirksverband Oberpfalz warteten am Samstagmorgen am Monte Kaolino auf Ziemiak, der mit ein wenig Verspätung aus Wiesbaden eintraf. Das nahm die JU ihm nicht übel. Und auch, dass der gebürtige Pole für die CDU im Bundestag sitzt, spiele keine Rolle, erklärte stellvertretender JU-Bezirksvorsitzende Michael Mertel. "Die Junge Union ist sich in Deutschland oft näher als die Schwesterparteien", sagte er über CSU und CDU.

Bürgermeister Hermann Falk gab Ziemiak einen Überblick über die Stadt Hirschau, vor allem über den Monte Kaolino und das dort entstandene Freizeitzentrum mit Freibad, Campingplatz, Hochseilgarten, Rodelbahn und einigem mehr. Sein besonderer Stolz: Das Biogas-Fernwärmenetz, das die Einrichtungen der Stadt beheizt. "Hirschau lebt vom Kaolin und von der Firma Conrad", sagte der Bürgermeister. Als vor etwa zwei Jahren die Laufzeit des Kaolinabbaus von 20 auf noch 40 weitere Jahre verlängert wurde, habe man wirklich aufgeatmet.

Ohne den Bürgermeister ging es dann mit dem Lift hinauf auf den Sandberg, wo CSU-Ortsvorsitzende Birgit Birner noch mehr vom Landkreis zeigte. Zum Beispiel die umliegenden Windräder und den vom Monte aus gut sichtbaren Kaolinabbau. "Wir leben davon, aber wir brauchen dringend ein Nachfolgekonzept", so Birner.

Auf diese Problematik wollte Ziemiak nicht vorausblicken, er nahm die Region als "starken Wirtschaftsstandort" wahr. "Ich sehe hier zwei Dinge: eine starke Junge Union und die Erfolge einer klugen Kommunalpolitik", lobte er. "Manchmal wissen die Leute in Bayern gar nicht, wie gut es ihnen geht." Er nehme - außer einigen Sandkörnern - eine "durchwegs positive Stimmung" mit. Das gelte auch im Blick auf die Landtagswahl im Oktober, auf die sich die JU anschließend mit einem Weißwurstfrühstück einstimmte.

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