Hirschau
16.01.2019 - 10:19 Uhr

Neue Konzertreihe löst Neujahrskonzert ab

Für Musikerlebnisse mit Tiefgang und Überraschungseffekt ist Musikpädagogin Ulrike Straub bekannt. Deshalb stoßen ihre Konzerte auf große Resonanz - so auch das Ereignis zu Beginn des neuen Jahres.

Mit Geige und Akkordeon musiziert ein außergewöhnliches Paar beim Neujahrskonzert im Josefshaus. Ulrike Straub und Daniel Zacher erfreuen damit ihre Zuhörer. Bild: ads
Mit Geige und Akkordeon musiziert ein außergewöhnliches Paar beim Neujahrskonzert im Josefshaus. Ulrike Straub und Daniel Zacher erfreuen damit ihre Zuhörer.

Über 200 Gäste konnte Straub zu der Veranstaltung im Josefshaus begrüßen, bei der sie in bewährter Weise von Daniel Zacher aus Niederbayern am Akkordeon musikalisch unterstützt wurde. Mit dem Stück aus Tirol „Gneatig Ha - Hast es eilig, ha?“ von Herbert Pixner machte die beiden Herzblutmusiker die Besucher musikalisch darauf aufmerksam, dass es dieses Konzert bereits seit zehn Jahren gibt.

„Aus einem persönlichen Wunsch heraus, ein Konzert in Anlehnung an das Wiener Neujahrskonzert zu geben, war die erste Veranstaltung dieser Art anfangs ein Versuch, der geglückt ist“, erinnerte Straub. Sie nahm den runden Geburtstag des Konzerts zum Anlass, ein bisschen in der Vergangenheit zu stöbern und diese zum Thema des Abends zu machen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre habe sie auch den Konzertpartner wechseln müssen, sagte sie. In diesem Zusammenhang machte sich die Musikpädagogin Gedanken über zerbrochene Freundschaften und über die eigenen Werte mit den daraus resultierenden Entscheidungen. Ihre Erkenntnis: "Man soll das Beste aus allem machen." Seit fünf Jahren begleite sie Daniel Zacher als ihr Musikpartner bei den Konzerten. Mit ihm seien zwei neue Stilrichtungen eingezogen: der argentinische Tango und die bayerische Musik. „Interessanterweise hat uns die bodenständige Musik der Heimat sogar 2017 in die Sendung BR Heimat gebracht“, erzählte Straub. Sie brachte noch die Stichworte Vergebung und Glück zur Sprache, aber auch Verantwortung und Veränderung.

Ulrike Straub und Daniel Zacher trugen viele Musikstücke aus den bisherigen neun Konzerten zu Gehör – von klassischen Werken bis hin zu Bayerischen. Darunter waren beispielsweise die Ballettmusik aus Franz Schuberts „Rosamunde“, Fritz Kreislers „Liebesleid“, der Strauss-Walzer „An der schönen blauen Donau“, ein Medley aus der Oper Carmen von George Bizet, elegischer Walzer und festlicher Marsch von Mayerhofer sowie die zwei Oberpfälzer Stückln Roadbühler Polka und Ehenbachtaler Landler. Melancholisch wurde es beim Stück „Schindlers Liste“.

Ulrike Straub kündigte ein Ende der Neujahrskonzerte nach zehn Jahren an, versprach aber eine neue Konzertreihe in Anlehnung an die Wiener Kultur Anfang Februar, also zur Zeit des Wiener Opernballs. Mit dem Titel „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar wurden die Konzertgäste verabschiedet, die sich in ihrer Begeisterung das Werk „Second Waltz“ von Schostakowitsch und den Radetzky-Marsch als Zugabe erklatschten.

 
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