11.10.2018 - 11:40 Uhr
HirschauOberpfalz

Mit Pfeil und Bogen auf Wolfsjagd

Im Raum Hirschau ist ein Wolf gesichtet worden. Aber bevor Landwirte und Schafhalter in Panik verfallen: Das Tier ist aus Hartschaumstoff. Es dient den Bogenschützen als Ziel.

Einen Wolf nehmen die Bogenschützen ins Visier. Der läuft nicht weg, ist er doch aus Kunststoff.
von Christian LinglProfil

Auf rund 30 Tier-Attrappen schossen die Teilnehmer beim zehnten 3D-Bogenturnier der Schützengesellschaft Diana Hirschau. Unter anderem begegneten einem auf dem Parcours am ehemaligen Abraumberg eine Rotte Wildschweine und ein lebensgroßer Grizzlybär. Den hatten die Schützen so inszeniert, als ob er gerade das Zelt eines Campers anfallen würde.

Mit 86 Teilnehmern hatten die Diana-Schützen ein fast doppelt so großes Feld wie in den vergangenen Jahren zu betreuen. Somit hatten sich die Hoffnungen, die Organisator Peter Müller im letzten Jahr geheg hatte, mehr als erfüllt. „Aus Regensburg, hinter Nürnberg und noch von weiter her kommen die Schützen nach Hirschau. Der 3-D-Bogensport boomt nicht nur im Kaolinrevier“, stellte er fest. Man könne schon fast schon von einem Trend sprechen. Dementsprechend hatten die Hirschauer auch ihren Parcours erweitert und verbessert. Ein Waldstück ist hinzugekommen, so dass der Kurs nun fast zweimal so lang ist.

26 Stationen mussten die Bogenschützen absolvieren und dabei jeweils zwei Schuss abgeben. Die Entfernung zum Ziel war den Schützen nicht bekannt, Hilfsmittel zum Bestimmen der Distanz waren nicht erlaubt. Und es gab auch keine Schiedsrichter. Die Teilnehmer kontrollierten sich wie üblich selbst, indem sie in zusammengelosten Gruppen zu sechst unterwegs waren. Im Bogensport gibt es verschiedene Disziplinen mit unterschiedlichen Zielentfernungen. Jugendliche dürfen dabei näher ran, Schützen mit aufwendigen Visiereinrichtungen müssen weiter weg.

Jeder Schütze konnte insgesamt 572 Ringe erreichen. Am treffsichersten erwiesen sich, unabhängig von der Altersklasse, bei den Bögen mit Visiereinrichtung Klaus Herrmann (FSG Amberg) mit 477 und Sascha Turnhöfer (BSC Bärnau) mit 485 Ringen. Ohne Visier waren Hannes Falk (Diana Hirschau) mit 385 und Erten Sadik (Regensburg) mit 379 Ringen die Besten. Bei den Damen setzte sich Elke Langer (Regensburg), ebenfalls ohne Visier, mit 285 Ringen als Tagesbeste durch.

Hirschaus Bürgermeister Herrmann Falk nahm gemeinsam mit Organisator Peter Müller den gesamten Kurs in Augenschein. Begleitet wurden sie von der neuen Tourismus-Beauftragten der Stadt Hirschau, Monika Reindl. Bevor der Bürgermeister am Sportpark die Sieger und Platzierten ehrte, versuchte er sich selbst im Bogenschießen.

3D Bogenturnier SG Diana Hirschau

3D Bogenturnier SG Diana Hirschau

Viel Mühe geben sich die Diana Schützen beim Arrangement ihrer Ziele

Peter Zach von der SG Diana Hirschau gibt gerade einen Schuß ab

Hirschaus Bürgermeister Herrmann Falk (Hintergrund) lässt sich von Organisator Peter Müller den Bogenparcours zeigen. Die Schützen benötigen keinen Schiedsrichter. In gemischten Gruppen kontrollieren sie sich selbst.

Dianas Schützenmeister Ralf Hergeth zeigt mustergültig, dass auch nach der Schussabgabe die Konzentration und Körperspannung aufrecht erhalten werden muss.

Über die Schultern geschaut...

3D Bogenturnier SG Diana Hirschau

3D Bogenturnier SG Diana Hirschau

Trefferaufnahme!

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.