Update 03.06.2019 - 09:21 Uhr
HirschauOberpfalz

Auf die Plätze, fertig, Sand - Blaster-Fun am Monte Kaolino

Sandig, heiß und nass. Was auf den ersten Blick nicht nach Spaß klingt, bedeutet für die Teilnehmer des Blaster Runs ein wahres Paradies: Abenteuerliche Hindernisse und Landschaften machen das Event zu einem Erlebnis der Extraklasse.

von PKMOProfil

Schweißgebadet, mit Sand überklebt, aber glücklich kommen die ersten Teilnehmer des Blaster Runs am Monte Kaolino ins Ziel. "Das war echt spitze!", schreit einer aus voller Kehle. Der Hindernislauf nach amerikanischem Vorbild war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg.

Obwohl der Termin extra vom August auf den 1. Juni verlegt wurde, um die hohen Temperaturen zu vermeiden, meinte es der Wettergott auch heuer wieder gut mit dem Blaster Run: Sonnenschein und 26 Grad garantierten dem Sportevent ein schweißtreibendes Vergnügen. "Die Location ist einfach einzigartig", schwärmte Organisatorin Franziska Whelan, die gemeinsam mit ihrem Mann und vielen freiwilligen Helfern bereits zum sechsten Mal den Hindernislauf auf die Beine gestellt hat.

Die Organisation des kleinen Vereins wird mit viel Lob von den Teilnehmern belohnt: "So etwas wie hier gibt es einfach kein zweites Mal. Das Gelände ist super abwechslungsreich. Deswegen komme ich gerne immer wieder", sagt Vorjahressieger Manfred Seebauer. Während der Trend der "Obstacle-Runs" (zu Deutsch: Hindernislauf) auch in Deutschland angekommen ist, sucht der Blaster Run in Hirschau dennoch seinesgleichen. Die außergewöhnliche Lage und der Einbezug des Monte Kaolino lassen das Event zu etwas ganz Besonderem werden.

Challenge oder Fun Run?

Auch dieses Mal standen die Teilnehmer im Vorfeld vor der Frage: Challenge oder Fun Run? Die Challenge-Strecke verlangt mit ihren 18 Kilometern den Läufern einiges ab. Nicht weniger Hindernisse, dafür eine kürzere Strecke gibt es beim sieben Kilometer langen Fun Run. Wie auch immer sich die rund 300 Teilnehmer entschieden: Sand, Schweiß und Spaß waren garantiert.

In mehr als 25 Hindernissen konnten die Läufer ihre Körper an die Grenzen bringen. Von Steilwandklettern, Ringen und Tunneln zu Traktorreifenwuchten und Sandsackschleppen. Das Hindernis-Highlight: der Monte Kaolino. Mit rund 38 Millionen Tonnen feinstem weißen Quarzsand unter ihren Füßen mussten sich die Läufer 220 Meter mit 35 Grad Steigung bis zum erlösenden Gipfel quälen. Doch an Rast und Ruhe war noch lange nicht zu denken. Oben angekommen, erwartete die Teilnehmer Speerwerfen und Bogenschießen. Wie bei jedem Hindernis galt auch hier: Wer es nicht schafft, muss Burpees machen. Burpees sind eine Mischung aus Liegestütze, Kniebeuge und einem gestreckten Sprung. Wieder unten angekommen, konnten sich die Teilnehmer auf eine Erfrischung freuen, denn der Blaster Run führt mitten durch das Dünenfreibad. Nach einem Drei-Meter-Sprung ging es ab durch die Water Wheels. Ein Unterwasserfotograf hielt die besonderen Momente fest.

Die Jungs und Mädels quälten sich nicht umsonst: Der Erlös aus den Startgebühren kommt wieder dem Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien in Amberg (FLIKA) zugute. Bei der Siegerehrung nahm Vorstandschefin Margit Meier den Scheck über 2500 Euro entgegen. "Wir haben enorm hohe laufende Kosten, und unser Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Da können wir das Geld natürlich gut gebrauchen, und die Veranstaltung macht einfach Spaß", erklärte Margit Meier.

Wer nun Lust bekommen hat, sollte sich schon mal den Termin im nächsten Jahr vormerken: Am Samstag, 23. Mai 2020, geht der Blaster Run in die siebte Runde.

Info:

Die Sieger

Den Sieg beim Challenge Run sicherten sich in diesem Jahr Martin Träxler mit einer Laufzeit von nur zwei Stunden und einer Minute bei den Männern und Kinmberley-Ann Jimenez mit zwei Stunden und 26 Minuten bei den Frauen. Platz zwei und drei gingen jeweils an Alexander Trautner und Alejandro Lopez sowie Julia Diller und Laura Schadow.

Christian Pirner konnte mit seiner Laufzeit von 57 Minuten den ersten Platz beim Fun Run ergattern. Bei den Frauen war Saskia Pirner die Schnellste, die nur vier Minuten nach ihrem männlichen Kollegen ins Ziel kam.

Einen Sonderpreis gibt es immer für den schnellsten "Monte Climb". Dabei wird derjenige Läufer bestimmt, der von oben am Start nach ganz unten und wieder hochläuft. In diesem Jahr legte der Gewinner Andreas Trautner eine sehr gute Zeit hin: In nur fünf Minuten und zwölf Sekunden hatte er den Sandberg bezwungen.

Challenge Run

Männer

1. Platz Martin Träxler, 2.01 h.

2. Platz Alexander Trautner, 2.02 h.

3. Platz Alejandro Lopez, 2.12 h.

Frauen

1. Platz Kinmberley-Ann Jimenez, 2.26 h.

2. Platz Julia Diller, 2.39 h.

3. Platz Laura Schadow, 2.40 h.

Fun Run

Männer

1. Platz Christian Pirner, 0.57 h.

2. Platz Florian Ginschel, 0.59 h.

3. Platz Joachim Meidenbauer, 1.01 h.

Frauen

1. Platz Saskia Pirner, 1.01 h.

2. Platz Olga Rangau, 1.12 h.

3. Platz Agnes Rutkowski, 1.29 h.

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