09.10.2019 - 16:58 Uhr
HirschauOberpfalz

Seltene Schleiereule überrascht Hirschauer

Sichtlich erschrocken und dann auch vollkommen erstaunt war ein Hausbesitzer in einer Stadtrandsiedlung in Hirschau, als er am helllichten Tage in seinen Geräteschuppen ging und dort einer großen Schleiereule gegenüberstand.

Ein bisschen unscharf – der Fotograf war erkennbar überrascht, als er in seinem Schuppen die seltene Schleiereule entdeckte.
von Autor INDProfil

Sichtlich erschrocken und dann auch vollkommen erstaunt war ein Hausbesitzer in einer Stadtrandsiedlung in Hirschau, als er am helllichten Tage in seinen Geräteschuppen ging und dort Auge in Auge einer großen Schleiereule gegenüberstand. Ruhig und gelassen saß sie oben in einer Ecke zwischen den Werkzeugen und rührte sich trotz des unerwarteten Besuchers nicht von der Stelle.

Ratlos, was er mit diesem wunderbaren Vogel machen sollte, suchte der Hausherr Hilfe beim Landesbund für Vogelschutz. Dort erfuhr er, dass in unserer Region schon seit mehreren Jahren keine Schleiereule mehr gesichtet worden ist und dass es von dieser Art in ganz Bayern insgesamt nur rund 400 Brutpaare gibt. Im Gegensatz zu den Zugvögeln zählt die Schleiereule zu den Standvögeln und bleibt auch den Winter über bei uns.

Sie findet Unterschlupf in alten Scheunen, auf Dachböden, Kirchtürmen oder Ruinen und lebt hauptsächlich von Mäusen. Gut zu erkennen ist sie an der weißen Brust, am herzförmig gezeichneten Gesicht und am gelbbraunen Gefieder.

Wahrscheinlich handelte es sich bei dem gefiederten Besucher in Hirschau um einen Jungvogel: Diese streichen im Herbst auf der Suche nach Nahrung und neuer Bleibe sehr weit umher. Nach zwei Tagen war der Vogel ebenso spurlos verschwunden, wie er zuvor aufgetaucht war.

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