12.04.2019 - 11:02 Uhr
HirschauOberpfalz

Stadtrat Hirschau beschließt Details zum Ausbau der Postgasse

Die Ausbauplanung für die Postgasse bringt der Hirschauer Stadtrat auf den Weg. Im Zuge der Schulrenovierung soll auf Beschluss des Gremiums die Bushaltestelle umgestaltet werden.

von Redaktion ONETZProfil

Im kommenden Jahr soll die Postgasse ausgebaut werden. Architekt Josef Garnhartner präsentierte bei der Stadtratssitzung das mit den Anwohnern abgestimmte Konzept. Dabei soll dasselbe Pflaster wie am Marktplatz verwendet werden: an den Seiten rote Steine und das alte Kieselpflaster, wo keine Eingänge sind. Der behindertengerechte Zugang von der Gasse her zum Heim kann entfallen und damit auch das aufwändige Rampenbauwerk. Auf den eigentlich am Wendeplatz vorgesehenen Baum wird verzichtet. Beim Ausgang des Heims soll eine Verweilfläche mit Sitzgruppen und drei Bäumen entstehen, die bisherigen Längsparkplätze können bleiben. Da das letzte Haus unten rechts abgerissen wird, entsteht eine Parkfläche mit zwei Carports für die E-Autos des Heims sowie der entsprechenden Ladestation.

Die Gasse soll als Mischbereich ausgewiesen werden, den alle Verkehrsteilnehmer gemeinsam nutzen. Die Seitenstreifen dienen als Distanzfläche zu den Häusern und nicht als Gehwege. Johanna Erras-Dorfner fragte wegen der deutlich billigeren Variante mit geteerter Fahrbahn nach. Christian Gnan hielt langfristig Pflaster für besser, da nach Reparaturen der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden könne und kein Fleckerlteppich entstehe. Zudem ändere Asphalt den Charakter der Gasse. Weggelassen werden soll die niedrige Kante zum Sitzbereich beim Heim, sie könnte zur Stolperfalle werden. Diskussionen gab es auch wegen der Kosten über die Carports und die Bäume vor dem Heim. Schließlich sprach sich der Stadtrat gegen fünf Stimmen für das Konzept aus, über Details will man später sprechen.

Einstimmig befürwortet wurde Neidls Pläne zur Neugestaltung der Bushaltestelle bei der Schule im Bereich der jetztigen Freifläche bei der Einmündung der Walk- in die Josefstraße. Wegen der geforderten Kurvenradien für die Busse muss die bestehende Mauer zur Schule hin um vier bis fünf Meter zurückversetzt werden. Die Gestaltung erfolgt mit unterschiedlichem Betonpflaster, elf Parkplätze bleiben erhalten. Es entsteht auch ein überdachter Wartebereich. Die 120 Meter Fußweg zur Schule seien zumutbar, waren sich die Räte einig.

Die Jahresrechnung 2016 der Stadt und der Forster-Dorfner´schen Spital- und Krankenhaus wurden einstimmig genehmigt. Anlässlich des Kreismusikfests „Kummt´s eina“ am Sonntag, 2. Juni, gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag. Daran können sich neben den Geschäften in der Innenstadt auch die Läden an der Grund- und Georg-Schiffer-Straße beteiligen. Die Kommandanten Sebastian Jasinsky und Claus Meyer von der Hirschauer Feuerwehr wurden ohne Gegenstimme bestätigt.

Zweiter Bürgermeister Josef Birner regte als Reaktion aus das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ die Umgestaltung geeigneter öffentlicher Flächen zu Blühflächen an. Auch schlug er den weitgehenden Verzicht der Stadt auf Pflanzenschutzmittel und eine Förderung von Landwirten, die eigene Flächen umgestalten, vor. Dder Markt Tännesberg könne hier als Vorbild dienen. Bürgermeister Hermann Falk ergänzte, der Themenkreis Gemeinwohl-Ökonomie solle bei der Stadtratsfahrt nach Kirchanschöring Schwerpunktthema sein.

Birner regte auch an zu prüfen, ob im Zuge des Ausbaus der Moosweiherstraße nicht Rohre für ein Abwassertrennsystem verlegt werden könnten. Regenwasser könne dann etwa in den Moosweiher oder einen Bach geleitet werden. "Das würde das Kanalsystem, das in diesem Bereich grenzwertig belastet ist, entlasten", sagte er. Nachdem der Ausbau noch im April beginnen soll, dürfte eine zusätzliche Planung nicht so einfach werden. Karin Waldhauser erfuhr auf Nachfrage, dass die Ausweitung der Tempo-80-Zone vom Industriegebiet Dienhof bis zur Abzweigung zum Monte Kaolino noch in der Prüfphase sei.

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