19.01.2020 - 13:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Zukunft des Kaolinreviers: Arbeitskreis Hirschau 2040 vertagt

Wie wird Hirschau in 20 Jahren aussehen? Wird sich das Kaolinrevier in eine Seenlandschaft verwandeln? Solche Fragen sollen in einem Arbeitskreis diskutiert werden. Vorab beriet der Stadtrat, ob er die Initiative ergreift.

Noch läuft der Kaolinabbau in Hirschau und Schnaittenbach. Aber was ist, wenn die Rohstoffe ausgebeutet sind? Nach einem Antrag in der Bürgerversammlung zu dem Thema, befassten sich jetzt die Stadträte damit.
von Gerhard FleischmannProfil

In der Bürgerversammlung im Josefshaus hatte Franz Dorfner die Gründung eines offenen Arbeitskreises "Hirschau 2040" beantragt, der Stadtrat war gefordert, sich innerhalb von drei Monaten mit der Thematik zu befassen. Johanna Erras-Dorfner nahm als Aufhänger das Nachfolgenutzungskonzept der Kaolinindustrie, das aus ihrer Sicht nicht wie geplant umsetzbar sei.

Nochmal Gespräch suchen

Es entspann sich eine Diskussion dazu, bei der schnell klar wurde, dass dieses Thema eher in den Bereich fernere Zukunft gehört, was die mögliche Flutung der vorhandenen Kaolingruben betrifft. Zudem, so stellte Bauamtsleiter Martin Beck fest, sei das Bergamt Ansprechpartner. 2. Bürgermeister Josef Birner ergänzte, die Kaolinindustrie und auch die Stadt Schnaittenbach wären einzubinden, es sei ein Aktualisierungstermin alle fünf Jahre vorgesehen, ein Wassermonitoring wurde erstellt. Da ein Teil der Sandverarbeitung derzeit in der Grube erfolge, sei eine Flutung bis auf weiteres kein Thema.

Hans-Jürgen Schönberger sah den Stadtrat als ersten Ansprechpartner für Hirschauer Zukunftsfragen, wozu auch die ökologische Nachhaltigkeit gehöre. Johanna Erras-Dorfner erinnerte an ein ähnliches Vorgehen mit Beteiligung der Bürger in Kirchanschöring, wie es bei der Infofahrt des Stadtrats vorgestellt wurde.

Bürgermeister Hermann Falk informierte über eine gemeinsame Initiative der AOVE und des Kreisjugendrings, ein Zukunftsforum für junge Leute ins Leben zu rufen, es solle demnächst starten. Er könne sich, sollte der Arbeitskreis Hirschau 2040 ins Auge gefasst werden, den Start mit einer Themenabfrage bei einer offenen Infoveranstaltung vorstellen. Günther Amann regte an, den Beschluss zu verschieben, mit Franz Dorfner ein Gespräch zur Präzisierung der Thematik zu führen. Die inhaltliche Aufgabenstellung sei ihm zu unbestimmt. Danach könnte man auf Ebene der Fraktionssprecher mit dem Bürgermeister schauen, ob und wie die Thematik umzusetzen sei und dann erneut im Stadtrat zu beraten. Dieser Weg stieß auf einhellige Zustimmung.

Elvis-Besuch jährt sich

Die Idee, eine Webcam im Bereich Marktplatz zu platzieren, um einerseits Touristen aufmerksam zu machen aber auch besonders im Bereich des Brunnens Vandalismus vorzubeugen, sei nicht einfach umzusetzen. Der Datenschutz mache das Ganze kompliziert, es wird das Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten des Landkreises gesucht. Josef Hauer aus Parkstein, der schon das Modell des Dachstuhls der Kirche St. Martin in Amberg nachgebaut habe und auch die neue Kapelle in Steiningloh entwarf, möchte ein Modell von 1,5 auf 2,5 Metern des Hirschauer Rathausdachstuhls erstellen, das er danach der Stadt überlasse, informierte der Bürgermeister. Diese Info wurde sehr positiv aufgenommen.

Rudolf Wild erinnerte daran, dass sich der Besuch Elvis Presleys in Hirschau heuer am 6. Februar zu 60. Mal jähre. Das zugesagte Erinnerungsschild am Gasthaus Goldenes Lamm wo Elvis war, fehle immer noch. Die Stadt solle die Tatsache, dass Elvis in Hirschau gewesen ist, nutzen. Wild könnte sich ein Konzert, vielleicht sogar ein Open Air der Elvis-Revival-Band, im Sommer vorstellen.

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