10.04.2019 - 15:54 Uhr
HirschbachOberpfalz

125-Jahr-Feier des Obst- und Gartenbauvereins Hirschbach

"Die Leute können wir nicht schöner machen, aber unsere Orte", sagt der eine Durst. Und der andere fügt nicht minder blumig hinzu: "Ihr bringt das Tal zum Blühen."

Die langjährigen Mitglieder (vorne, von links) Alfred Brunner, Monika Päßler, Gabi Fichtner und Margit Ertel halten stolz ihre Urkunden in die Kamera. Dahinter von links Bürgermeister Hans Durst, Landrat Richard Reisinger und Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Hirschbach, Monika Haller.
von Pauline ReglerProfil
Vorne von links die Zweite Vorsitzende Leni Gössl mit den Blumenmpttern Gabi Hauenstein, Ingrid Engelhardt und Sieglinde Roth, hinten von links Garten-Fachberater Arthur Wiesmeth, Claudia Scharrer, Monika Päßler und Vorsitzende Monika Haller.

Lobeshymnen sangen Bürgermeister Hans Durst und Pfarrer Gerhard Durst den 1893 gegründeten Obst- und Verschönerungsverein Hirschbach. Nach der Wiederbelebung 1952, unter dem Namen Obst- und Gartenbauverein, ist Monika Haller erst die vierte Vorsitzende. Sie amtiert seit 1985.

Die Pflanzung einer Eberesche am Feuerwehrhaus war eine ihrer ersten Aktionen, erinnerte sie sich jetzt bei der 125-Jahr-Feier im Saal des Gasthofs Goldener Hirsch. Ausgerechnet eine Woche davor musste der inzwischen stattliche Baum dem Umbau des Feuerwehrhauses weichen. Die jungen Feuerwehrler, die ihn fällten, hätten nichts von ihrer "geschichtsträchtigen Tat" geahnt. Aber viele andere Bäume, die unter ihrer Regie gepflanzt wurden, stünden ja noch, tröstete sich Haller.

Blumenzwiebeln versteckt

2005 lockte der Tag der offenen Gartentür eine enorme Besucherzahl nach Achtel und Hirschbach. Eine Erntekrone für die Kirche in Hirschbach wurde gefertigt und auch zehn Jahre lang ein Osterbrunnen geschmückt, griff die Vorsitzende Höhepunkte ihrer Amtszeit heraus. Zum 125-jährigen Jubiläum hat Monika Haller mit einigen Helfern 350 Blumenzwiebeln in Hirschbach "versteckt", deren Triebe nun zum Vorschein kommen.

Alfred Brunner, bekannt als Turn-Alfred, brachte ein Gedicht über den Gartenbauverein zum Vortrag. Begeistert vom Willkommen zeigte sich Landrat Richard Reisinger, denn mit einem "Prosit der Gemütlichkeit" sei er noch nirgends empfangen worden. Das spielten Klaus Hauenstein und seine ehemaligen "Lehrboum" gerade, als der Landrat eintraf. Zusammen mit der Vorsitzenden ehrte er Margit Ertel, Gabi Fichtner und Monika Päßler für 25 Jahre Mitgliedschaft. Alle drei arbeiten im Vorstand mit. Als Wiedergründungsmitglied wurde der ehemalige Schlosswirt Alfred Brunner ausgezeichnet, der seit 1952 zu den Gartenbauern gehört und noch Beitragsmarken aus dieser Zeit besitzt.

Biosäfte vom Pfarrer

Bürgermeister Hans Durst bezeichnete die Gartenbauer als "nächste Selbsthilfeeinrichtung nach der Feuerwehr". Gemeinsam meldeten sich die Geistlichen Gerhard Durst und Roland Klein zu Wort. Während Pfarrer Durst den Gartenbauverein mit dem Gleichnis vom Sämann in Verbindung brachte, war die Saat von Pfarrer Klein schon aufgegangen. Er hatte eigene Biosäfte und Holunderwein als Geschenk dabei. Eine Sammelspende von den ortsansässigen Vereinen übergab Christine Ludwig.

Bäume auf Vormarsch

Bilder seines Wirkens als Gartenfachberater hatte Arthur Wiesmet dabei. Bei einigen alten Aufnahmen zeigte er auf, dass die Hänge um Hirschbach herum in früheren Jahren noch nicht so stark bewaldet waren wie heute. Bäume standen überhaupt im Vordergrund seines launig-kurzweiligen Vortrags.

Mit einer Urkunde und einem Blumengeschenk wurden Claudia Scharrer, Monika Päßler, Sieglinde Roth, Ingrid Engelhardt und Gabi Hauenstein für den Blumenschmuck oder einen schönen Garten im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Bevor die blühende Tombola abgeräumt wurde versäumte es die Vorsitzende nicht, sich bei Spendern und Unterstützern zu bedanken, zu denen Sparkasse und Raiffeisenbank sowie die Gärtnereien Roßbacher aus Neuhaus und Weigl aus Neukirchen, das Obi-Gartencenter und der Geschenkeladen Olivenbaum in Achtel gehörten.

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