03.01.2019 - 15:50 Uhr
HirschbachOberpfalz

Badeintritt wird moderat teurer

Sommer, Sonne und Badespaß liegen im Moment gefühlt in weiter Ferne. Das gilt allerdings nicht für den Gemeinderat Hirschbach.

Der Eintritt ins Hirschbacher Bad wird etwas teurer im Sommer 2019. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden.
von Pauline ReglerProfil

Viel Gesprächsstoff lieferte ihm das Thema Freibad, wo große Investitionen anstehen und auch noch über die Abrechnung des abgelaufenen Jahres gesprochen werden musste.

Für den Förderverein ergab sich eine Erhöhung des Zuschusses um 1000 Euro, weil ein Rabattvertrag mit dem Eislieferanten vom Pächter gekündigt wurde, obwohl dies Aufgabe der Gemeinde gewesen wäre und bei ihr deshalb die Provision ausblieb. Jetzt sind die Bedingungen etwas schlechter geworden, weil es auch einen neuen Eislieferanten gibt.

Ein erstes Angebot für eine Photovoltaikanlage liegt vor, und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse wird gerade erstellt. Es sollen aber noch andere Anbieter gefragt werden. Gedacht ist an eine größere Anlage für den Eigenverbrauch.

Die Eintrittspreise werden moderat steigen. Die Dauerkarte kostet dann 50 Euro, die Familienkarte 80 Euro und die Familientageskarte 8,50 Euro. Das im Königsteiner Naturbad ebenfalls gültige Kombi-Ticket bleibt erhalten, und es wird auch wieder eine Zehner-Karte geben - diese aber dann in personalisierter Form. Im Vorverkauf lockt wie in den Vorjahren ein Rabatt auf Freibadkarten.

Da es 2019 auch eine Campingmöglichkeit gibt, wird der Eintritt mit Badbesuch im Einzelfall zehn Euro kosten, für Kinder sieben Euro. Diese Karte soll dann 24 Stunden Gültigkeit haben. Momentan wird mit den möglichen Lieferanten verhandelt, damit der neue Kassenautomat im Frühjahr in Betrieb gehen kann.

Dann kam der erste Knackpunkt des Abends. Einen interkommunalen Bauhof wollten die Räte anhand erster Entwürfe und ungefährer Kosten noch nicht absegnen. Allerdings soll der Plan weiterhin verfolgt werden. Eine Rolle spiele auch, was in Königstein beschlossen werde. Falls die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen nicht zustande kommt, wäre der Bauhof in dieser Größe von Hirschbach allein kaum zu stemmen. Wie die gemeinsame Betriebsführung laufen könnte, soll nun ein Grundlagenentwurf mit Kostenschätzung klären. Anhand dieser Daten erarbeitet die Verwaltung ein Modell für die Betriebsführung.

Der Umbau des Feuerwehrhauses in Hirschbach geht jetzt in die entscheidende Phase. Aus den Vorschlägen des Architekten hat sich eine Variante herauskristallisiert, die in die Genehmigungsphase geführt werden soll. Wenn alles gut geht, könnte der Bau im März beginnen.

Für den Datenschutz wollen die Kommunen im Landkreis gemeinsam einen Beauftragten bestellen. Hirschbach beteiligt sich daran.

Auf viel Interesse stößt die Frage des Sprengels der Mittelschule. Die Räte waren sich einig, für Auerbach zu stimmen. Ob die Kinder tatsächlich dort unterrichtet werden, liegt nicht allein in der Hand der Gemeinde. Es kann zum Ausgleich nötig werden die Verteilung zwischen Auerbach und Sulzbach-Rosenberg anzupassen. Für die Schüler, die schon nach Auerbach gehen, ändert sich jedenfalls nichts mehr, sie haben Bestandsschutz. Dass im Frühjahr ein Anrufbus die Verbindung zwischen Auerbach und Hirschbach deutlich verbessert, macht diese Lösung dem Gemeinderat noch sympathischer.

Eine nicht unerhebliche Ausgabe könnte die Sanierung des Amberger Tierheimes verursachen. Auf alle Fälle steigt die sogenannte Fremdtierpauschale pro Einwohner von 50 Cent auf einen Euro, wenn alles gut geht. Es könnten aber auch zwei Euro werden, was dann 2400 Euro pro Jahr wären. Bei einer größeren Kostenbeteiligung will der Gemeinderat mit einer Zustimmung warten, ob sich auch die großen Gemeinden und Städte daran beteiligen.

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