Update 04.04.2019 - 13:38 Uhr
HirschbachOberpfalz

Große Investitionen im Freibad Hirschbach

Ein Kassenautomat überwacht in Zukunft rund um die Uhr den Zugang zum Freibad in Hirschbach. Er macht den Weg frei für die ersten Dauercamper. Eine andere Neuerung lässt dagegen auf sich warten.

Büsche und Bäume sind schon zurückgeschnitten. Die Photovoltaik-Anlage, die von dieser Böschung aus Freibad und Kläranlage mit Strom versorgen soll, muss aber erst noch planungsrechtliche Hürden überwinden.
von Pauline ReglerProfil

Ein arbeitsreiches Jahr kommt auf den Förderverein Freibad in Hirschbach zu. Das Geschehen 2018 resümierte er bei der Jahreshauptversammlung im Goldenen Hirschen. Vorsitzender Tobias Pürner begrüßte dazu ein Drittel der aktuell 109 Mitglieder. Er dankte für alle Spenden und die Unterstützung, vor allem die geleisteten Arbeitsstunden. Dazu gehört vor allem das Auswintern im Frühjahr, bei dem regelmäßig umfangreiche Reparaturen zu erledigen sind.

Wichtigste Einnahmequellen sind die Eintrittsgelder, die Mitgliedsbeiträge zu nennen und der Zuschuss der Gemeinde. Zusammen mit den Spenden brachten sie 42 000 Euro in die Kasse. Dem standen Ausgaben von 74 300 Euro gegenüber. Den größten Teil des Defizits übernimmt die Gemeinde Hirschbach; den Rest muss der Förderverein durch Badfest, Kirchweihgeschäft und den Bratwurstverkauf beim Weihnachtsmarkt im Reichental decken.

Weniger Chemie im Einsatz

Ein heißer Sommer wie 2018 hat natürlich viele Gäste ins Bad gelockt und die Eintrittsgelder auf stattliche 28 000 Euro gesteigert. Trotzdem müsse jeder Euro umgedreht werden. Den sparsamen Umgang mit Materialien diene vor allem der Marmorturm, der vorige Saison angeschafft wurde. Er senke den Verbrauch teurer Chemikalien.

Heuer sollte noch eine Photovoltaik-Anlage installiert werden, die das Freibad und die Kläranlage mit Strom versorgt. Zu Pürners Bedauern werde sich das wahrscheinlich erheblich verzögern, weil für eine Freiflächenanlage erst der Flächennutzungsplan geändert werden müsse. Dadurch werde die bereits beschlossene Maßnahme heuer wohl noch keine Erträge liefern. Damit wären praktisch Einnahmen während der Wintermonate möglich gewesen.

Zumindest der Kassenautomat werde zum Saisonbeginn seinen Dienst aufnehmen und damit den Kioskbetreiber entlasten, der dann nicht gleich am Morgen da sein muss, wenn die ersten Badegäste kommen. Der Automat macht den Zugang zum Bad rund um die Uhr möglich. Nötig wird das, weil es im Sommer zum ersten Mal Dauercamper geben wird, die das Gelände auch abends verlassen und wieder betreten wollen.

Aus diesem Grund wird es heuer noch zusätzliche Arbeiten geben, die nicht mit links zu stemmen sind. Zur Liegewiese müssen Leitungen für Strom, Wasser und Kanal verlegt und vor allem zusätzliche Duschen eingebaut werden, die für eine größere Personenzahl geeignet sind. Wie groß die Schäden an den Becken sind, ist noch gar nicht erfasst. Es muss mit dem durchschnittlichen Schadensbild gerechnet werden.

Störende Büsche und Bäume haben fleißige Hände bereits gestutzt und zu einem großen Haufen zusammen getragen. Die Arbeiten an den Duschen sind auch schon fortgeschritten, aber es wird noch viel Wasser den Hirschbach hinunter laufen, bis alles erledigt ist.

Mobilfunkmast in Sicht

Erfreut hörte die Versammlung die Namen größerer Spender, an der Spitze die Sparkasse Amberg-Sulzbach mit 1500 Euro, die Firma Maisel aus Hohenstadt mit 1000 Euro und der Verkehrsverein Hirschbach mit 500 Euro. Vielleicht trägt bald auch die Pacht für einen Telekommunikationsmast zum Budget bei. 40 Meter hoch, soll er die Versorgung der Hirschbacher sicherstellen.

Auch die Gemeinde habe sich zu einer längerfristigen Unterstützung des Freibads durchgerungen. Bürgermeister Hans Durst bedankte sich für die Leistungen des Vereins und verwies auf die bereits beschlossenen Investitionen.

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