30.12.2019 - 16:27 Uhr
HirschbachOberpfalz

Kommunale Verkehrsüberwachung ab Frühjahr in Hirschbach

Es ist amtlich: Ab dem Frühjahr kommen die Kontrolleure des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit nach Hirschbach. Eine schlechte Nachricht ist das vor allem für Falschparker am Freibad,

Der Grundstock ist gewissermaßen noch vor Weihnachten fertig geworden am Hirschbacher Feuerwehrhaus. Der örtliche Bauunternehmer hat damit sein Ziel erreicht.
von Pauline ReglerProfil

Knapp oberhalb der Marke der Beschlussfähigkeit gingen die Gemeinderäte ihre letzte Sitzung 2019 an. Den Anfang machte die Vorstellung des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit durch die stellvertretende Geschäftsführerin Sandra Schmidt. Er handle nicht in der Absicht, Gewinne zu erzielen, sondern wolle vor allem für die Verkehrssicherheit wirken. Vor fünf Jahren als Ein-Mann-Betrieb gegründet, beschäftige er aktuell 65 Mitarbeiter.

Anhand von Grafiken vertrat Schmidt die These, dass die Verkehrsüberwachung beachtliche Verbesserungen bringen könne. So verglich sie die Unfallfolgen bei 65 und 50 Kilometer pro Stunde: Während bei einem Aufprall mit Tempo 65 acht von zehn Fahrern sterben, überleben bei 50 acht von zehn.

Die Möglichkeiten in Hirschbach, Schnellfahrer mit Geschwindigkeitsmessungen zu erziehen, seien allerdings sehr begrenzt. Im fließenden Verkehr seien die Zonen zu klein. Deshalb solle ab dem Frühjahr erst einmal nur der ruhende Verkehr überwacht werden - und dies vor allem im Freibadbereich, damit die Rettungswege nicht mehr zugeparkt werden.

Die Mitgliedschaft im Zweckverband ist zwar kostenlos, aber nur Bußgelder gehen an die Gemeinde. Knöllchen für Falschparker verursachen eher Kosten als sie Einnahmen generieren. Ein Beitritt zum Zweckverband ab 1. Januar ist aus organisatorischen Gründen nicht zu verwirklichen. Deshalb beschloss der Rat eine Zweckvereinbarung, die erste Kontrollen ab dem Frühjahr ermöglicht. Am 1. Juli 2020 soll die reguläre Mitgliedschaft beginnen.

Eine Vereinbarung der Landkreisgemeinden über die Finanzierung des neuen Hundetrakts im Tierheim Amberg wird auch in Hirschbach zum Tragen kommen. Sie regelt die Verteilung der Kosten und legt die Fundtierpauschale pro Einwohner und Jahr vorerst auf 1,50 Euro fest. Falls dieser Satz nicht ausreicht, muss die jeweilige Gemeinde nachbessern - aber nur, wenn Aufzeichnungen den Mehrbedarf schlüssig nachweisen. Sollte der Betrag allerdings unterschritten werden, wird auf Rückerstattung verzichtet.

Für das Feuerwehrhaus in Hirschbach ist noch ein Nachtragsangebot und Auftrag für einen Ringanker genehmigt worden, der mittlerweile fertiggestellt wurde. Für Anschlüsse wurden auch drei Leerrohre eingebracht, die für Telekom, Gasanschluss und Strom verwendet werden können.

Die Streusalzversorgung bleibt gewährleistet. Hirschbach kann nach wie vor in Königstein Salz laden, bis das eigene Silo installiert ist. Diese unbürokratische Lösung haben die Bürgermeister Hans Durst und Hans Koch vereinbart.

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