24.01.2020 - 12:26 Uhr
HirschbachOberpfalz

Straße und Kanal: Achtel wird heuer Baustelle

Außergewöhnlich viele Zuhörer verfolgen die erste Sitzung des Gemeinderats Hirschbach im neuen Jahr. Sie kommen vor allem aus einem Ort.

Der Kreuzungsbereich zwischen Unterachtel und Oberachtel wird umfassend erneuert.
von Pauline ReglerProfil

Auf großes Interesse stieß die Vorstellung der Pläne für Achtel. Dort stehen Kanal- und Straßensanierungen am Übergang von Unter- zu Oberachtel und am Ortsende in Richtung Hartenstein bevor. Anhand von Skizzen und Tabellen informierten Erwin Schall und Christian Faderl vom Planungsbüro Renner + Hartmann Consult den Gemeinderat und die Bürger, was vorgesehen ist und wie der Hochwasserschutz in Zukunft aussehen wird.

Kosten knapp 700 000 Euro

Im Hochwasserkonzept, das die Gemeinde schon 2007 erstellen ließ, sahen die Planer eine hilfreiche Investition, auf der sie jetzt aufbauen konnten. Starkregenereignisse hätten schon oft zu erheblichen Problemen geführt, die nach dieser Maßnahme der Vergangenheit angehören sollten. Von den Kosten - annähernd 700 000 Euro - blieben "nur" 40 Prozent an der Gemeinde hängen.

Im Zuge der Erneuerung der Straße vom Ortsende Richtung Hartenstein wurde schon eine Überleitung des Niederschlagswassers in den nördlichen Bereich von Achtel vorgesehen. Dieser Maßnahme muss aber noch eine Ergänzung folgen. Der Kreuzungsbereich zwischen Unterachtel und Oberachtel wird umfassend erneuert. Dabei werden auch die Kanäle in den Dimensionen erweitert. Hochwasser in diesem Bereich sollte dann der Vergangenheit angehören. Wichtig wird auch eine frühe Erfassung des Niederschlagswassers aus dem westlichen Bereich und eine Abflachung des derzeit vorhandenen Buckels im Straßenverlauf.

Ausdrücklich erwähnte Christian Faderl die aufgeschlossene Mitarbeit der angrenzenden Eigentümer. Dadurch werde es möglich, die Straße durchgängig über fünf Meter breit zu bauen. Zudem werde sie durch eine Verlagerung nach Osten und eine leichte Erhöhung die Straßenführung gefälliger.

Arbeiten in zweiter Jahreshälfte

Nachdem der Gemeinderat für die Ausführungsplanung grünes Licht gegeben hat, könnte es im Sommer mit dem Bau losgehen. Der Abschluss der Arbeiten bis Weihnachten könnte ein Geschenk an Achtel werden. Für eine taugliche Umleitungsstrecke während der Bauzeit sind aber vorher noch einmal die Anlieger gefordert, weil sonst aus Oberachtel der Ort nur in Richtung Hartenstein verlassen werden könnte. Im Zuge der Ausführungsplanung erstellt das Büro auch Vorschläge zur Verkehrsberuhigung bei der Ortseinfahrt aus Richtung Hartenstein kommend.

Info:

Themen aus der Gemeinderatssitzung

Seniorenbeauftragte gibt auf

Der Bericht der Seniorenbeauftragten zeigte, wie mühsam die Arbeit in diesem Bereich ist und endete mit der Ankündigung, dass Annegret Voggenreiter diesen Posten ab März aufgibt. Dafür gebe es viele Gründe, aber das zähe Ringen um Teilnehmer an allen möglichen Veranstaltungen dürfte der schwerwiegendste sein. Ein Erste-Hilfe-Kurs für Senioren wurde in der VG veranstaltet; der Tanztee nach zwei Versuchen wieder eingestellt. Der Marktplatz der Generationen stagniere ein bisschen. Etwas Bewegung bringe vielleicht der geplante Bürgerbus.

Was den Bürgermeister freut

Dass die Gemeinde bei der Unterschriftenaktion für die Krankenhäuser im Landkreis den zweiten Platz sowohl im Landkreis als auch auf Bezirksebene belegte, freute Hans Durst ebenso wie die kürzlich eingegangenen Spenden. Der Kirwaverein Eschenfelden bezahlte der Feuerwehr Eschenfelden ein Tablet. Die Firma Gössl gab dem Förderverein Freibad eine 1000 Euro schwere Finanzspritze, und die Firma Wolter steuerte für ebenfalls beachtliche 2353 Euro Material fürs Bad bei.

Bauvoranfrage befürwortet

Einer Bauvoranfrage, die einen An- und Umbau am westlichen Ortsende von Hirschbach vorsieht, legt der Gemeinderat keine Steine in den Weg. Neben einem Einfamilienhaus sollen auch eine Werkstatt und ein Büro entstehen.

Ideen aus der Frankenpfalz

Von einer Exkursion der Frankenpfalz-Gemeinden nach Hofheim in Unterfranken brachte der Bürgermeister die Idee mit, den hoffentlich erfolgreichen Bürgerbus der Verwaltungsgemeinschaft eventuell auf die Frankenpfalz-Gemeinden auszudehnen. Auch eine gemeinsame Tourismusstrategie könnte hilfreich sein. Bei der Klärschlammentsorgung wird über eine gemeinsame Presse nachgedacht, um die Kosten zu senken.

Nach Defiziten jetzt ein Plus

Die Abrechnung des Kindergartens brachte einen Überschuss von 8600 Euro. Sie werden mit den Defiziten der vergangenen Jahre verrechnet.

Weniger Wanderwege

Die Wanderwege im Gemeindegebiet sollen übersichtlicher werden, und deshalb werden in Eschenfelden nur noch die Wege mit der Nummern 8, 10 und 11 aufrechterhalten, sprich markiert. Die Markierungen der anderen Wege werden nicht mehr erneuert.

Bibern gefällt’s in Hirschbach

Obwohl der Hirschbach deutlich weniger Wasser führt, fühlen sich Biber nach wie vor sehr wohl und sorgen für Gesprächsstoff. Die aufgestellte Falle umgehen die Nager weiträumig. Sie haben sich einen neuen Lebensraum bei der Stoffelmühle gesucht und dort schon ein paar Staustufen angelegt. Die Spur in den Wald ist unübersehbar.

Klärschlamm und Denkmal

Aus einer nichtöffentlichen Sitzung machte Bürgermeister Hans Durst Ausgaben für die Klärschlammräumung in Eschenfelden (40 000 Euro) und Hirschbach (44 000 Euro) sowie für Arbeiten am Kriegerdenkmal (4500 Euro) bekannt.

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