16.05.2019 - 17:54 Uhr
Hirschwald bei EnsdorfOberpfalz

Das Torhaus in Hirschwald als Beispiel für denkmalgerechte Bau-Nutzung

Über Jahrhunderte ist die Oberpfalz von Hirschwald aus regiert worden: Davon ist Architekt Willi Schmid überzeugt. Denn "die Kurfürsten wohnten zwar im Schloss in Amberg, oft aber wurden Beschlüsse bei Jagden in Hirschwald gefasst".

Das Torhaus in Hirschwald mit dem angrenzenden Stadl (rechts), der größtenteils fertiggestellten Durchfahrt und dem Eingang zur Hutzastubn. Ein mit privaten Mitteln der Eigentümern Birgit Rieger und Willi Schmid finanziertes Projekt, das vom Bayerischen Landesamt für Denkmalspflege, dem Bezirk Oberpfalz, der Bayerischen Landesstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert wird.
von Hubert SöllnerProfil

In der Klimaschutzwoche des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN), des Klimaschutzmanagements des Landkreises und der Stadt Amberg zeigte Schmid am Beispiel des Torhauses (Hirschwald 4) energetische Maßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden. Die Eigentümer Birgit Rieger und Willi Schmid wollen den Bau denkmalgerecht nutzen und sein kulturelles Potenzial wecken. Im Erdgeschoss ist eine kleine gastronomische Einrichtung, eine Hutzastubn, mit etwa 20 Plätzen geplant - als Einkehrmöglichkeit für Besucher des Hauses und des Naturparks. Im Obergeschoss entstehen drei Gästezimmer. Der Steinstadel als Teil des historischen Ensembles soll kulturell genutzt werden.

"Energie eines Gebäudes geht über Hülle und Lüftung verloren", erläuterte Willi Schmid - pro Jahr etwa 9,5 Liter Öl pro Quadratmeter. Ein Gegenmittel: Wärmedämmung. Allerdings "kann man bei einem Denkmal nicht einfach Styropor hinklatschen". Bei alten Gebäuden habe es früher unkontrolliert Lüftung durch Fugen und Leckagen gegeben, bei energetischer Sanierung müsse man dies steuern. Für die Zwischendecke zum Obergeschoss sei Schallschutz das Thema. Energetisch interessant sei, dass das Dachgeschoss wie früher nicht ausgebaut, und mit Cellulose gedämmt werde.

Vor dem Torhaus empfing Willi Schmid die Zuhörer und ging auf die Geschichte des Dorfes und des Schlosses Hirschwald ein.
Detailliert erläutert Architekt Willi Schmid die Wandheizung in der Hutzastubn.

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