03.04.2019 - 09:52 Uhr
Höflas bei KemnathOberpfalz

"Macht weiter so"

Die Feuerwehren Höflas und Kötzersdorf arbeiten zusammen. Sie haben eine Unterstützungsgruppe Höflas/Kötzersdorf gegründet. Der Höflaser Kommandant Florian Müller erläuterte in der Jahreshauptversammlung die Gründe.

Kommandant Florian Müller (links), Vorstand Max Weber und zweiter Bürgermeister Hermann Schraml (hinten von rechts) danken Katharina Kopp (zweite Jugendwartin), Lukas Kopp (Beförderung zum aktiven Feuerwehrmann), Simon Bäte, Lena Braunreuther (Neuaufnahmen) und Carolina Müller (Jugendwartin) für ihren Einsatz (von links).
von Josef ZaglmannProfil

Im Mai vergangenen Jahres habe mit Kresbrandinspektor Otto Braunreuther, Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, dem Kötzersdorfer Kommandanten Markus Nickl und ihm eine Besprechung zur Gründung einer Unterstützungsgruppe Höflas/Kötzersdorf stattgefunden, berichtete Florian Müller seinen Höflaser Kameraden. Dabei sei ein Alarmierungskonzept ausgearbeitet worden. "Der Verein ist nicht betroffen", betonte der Kommandant im Landgasthof Busch. Jede Feuerwehr bleibe eigenständig.

Bei bestimmten Einsatzstichworten, beispielsweise bei kleineren Einsätzen, rückten nun beide Wehren gemeinsam aus. Bei größeren Einsätzen würden automatisch mehrere Feuerwehren alarmiert. Die beiden Wehren unterstützen sich gegenseitig in den Einsatzbereichen Höflas und Kötzersdorf. "Das hat mehrere Vorteile", betonte der Kommandant: Es sei mehr Personal an der Einsatzstelle (Tagesalarm-Sicherheit), es seien dann zwei Fahrzeuge vorhanden, beispielsweise zur Verkehrsabsicherung, und es stehe zusätzliche Ausrüstung wie Defi, Beleuchtungssatz mit Stromerzeuger, Tauchpumpe und Absturzsicherungssatz zur Verfügung. Außerdem halten beide Wehren gemeinsame Übungen, um Gerätschaften und Arbeitsweisen kennenzulernen.

Müller berichtete weiter von 13 Einsätze, 6 Übungen und Abzeichen und 3 technischen Dienste im vergangenen Jahr. Die 32 Aktiven erbrachten dabei 158 Einsatz- und 138 Übungsstunden. Martin Hautmann wurde für 25 Jahre geehrt, Lukas Kopp zum Feuerwehrmann befördert. Beschafft wurden 50 gefüllte Sandsäcke und ein neues Sirenen-Schutzdach. Alexandra Müller besuchte zwei Lehrgänge.

Für die aktive Mannschaft soll eine neue Einsatzkleidung beschafft werden. Aktuell werden verschiedene Modell getestet. Für 14. April kündigte Müller eine gemeinsame Übung mit den Kötzersdorfer Kameraden mit anschließendem Frühschoppen an. Im Mai folgt mit ihnen eine Einsatzübung.

Fünf Jugendliche zählte Jugendwartin Carolina Müller in der Jugendfeuerwehr. Als Neuzugänge begrüßte sie Lena Braunreuther und Simon Bäte. Je drei Mitglieder nahmen an der Fortbildung "Jugendschutz auf Festen" und absolvierten erfolgreich den Jugendwissenstest in Kulmain.

"Unser Verein hat derzeit 90 Mitglieder", teilte Vorsitzender Max Weber mit. Bei der Totenehrung gedachten alle Josef Ott und Rudolf Popp. Weber erwähnte in seinem Bericht das Georgifest in Oberndorf, Maibaumaufstellen, Johannisfeuer in Höflas, Fronleichnamsfest in Kemnath, Grillabend, Volkstrauertag in Oberndorf, Neujahrsempfang der Stadt Kemnath, Christbaumverlosung und Festbesuche. Ebenso sprach er von vier Vorstandssitzungen, der Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Tirschenreuth, einer 100-Euro-Spende an den Verein "Hilfe für Anja" (Coldwater Grill Challenge) und Gratulationen zu Hochzeiten und Geburtstagen. Abschließend dankte er allen Helfern, der Stadt Kemnath, den Kommandanten, Fahnenträgern und Begleitern sowie Rita Hautmann für die Reinigung des Schulungsraums.

Die Organisation des Patroziniums in Oberndorf am Ostermontag (22. April) übernehme die Höflaser Wehr, erklärte Weber. Termin und Ziel für den Ausflug mit der Feuerwehr Kötzersdorf stünden noch nicht fest. "Am 24. Mai 2020 feiert unsere Wehr in kleinem Rahmen ihr 120-jähriges Bestehen." Dafür werde am Feuerwehrhaus ein Zelt aufgestellt. Um 9 Uhr sei Gottesdienst, anschließend Weißwurstfrühstück, am Nachmittag Lebendkickerturnier mit Siegerehrung.

Nach dem Protokoll von Schriftführer Wolfgang Veigl-Meyer legte Martin Hautmann seinen Kassenericht vor. Revisorin Marina Weber hatte keine Einwände.

Kreisbrandmeister Florian Braunreuther lobte die vielfältigen Aktivitäten und die Zusammenarbeit mit der Stadt Kemnath. "Jeder Fahrer sollte ein- bis zweimal im Jahr Übungsfahrten mit dem Feuerwehrauto machen", forderte er. Sehr erfreut war er über die zwei Neuzugänge. Um technisch auf dem Laufenden zu bleiben, müssten die Übungen regelmäßig besucht werden. "Macht weiter so", appellierte zweiter Bürgermeister Hermann Schraml an die Feuerwehrler: "Bei euch läuft alles bestens" Gerne sagte er die weitere Unterstützung der Stadt zu.

Hintergrund:

Schlauchpool

In Kemnath gibt es jetzt einen Schlauchpool. Schläuche, die in Kemnath gereinigt oder repariert werden, gehen automatisch dorthin über und werden mit einem Barcode versehen. Im Austausch gibt es dann einen geprüften Schlauch. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, erklärte Kommandant Florian Müller. Jede Feuerwehr habe mehr Schläuche als benötigt, diese seien öfters im Einsatz, es gebe keine doppelte Lagerhaltung mehr und es entstünden keine Reparaturkosten für die einzelnen Wehren.

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