Kinderkrippe hat Platzbedarf

Eine Erweiterung des Kindergartens Högling hatte es erst vor wenigen Jahren gegeben. Muss jetzt schon wieder eine sein? "Es gibt Entwicklungen, die sich vorher nicht absehen lassen", sagt Bürgermeister Christian Ziegler.

2016 war mit der Erweiterung des Kindergartens in Högling begonnen worden. Doch damals ließ sich nicht absehen, dass es schon nach wenigen Jahren Platzbedarf für eine zweite Krippengruppe geben würde. So steht die Gemeinde Fensterbach nun vor einer erneuten Herausforderung mit Blick auf den Raumbedarf.
von Autor HOUProfil

Zunächst ein Blick in den Rückspiegel: 2016 begann die Gemeinde mit einem Erweiterungsbau des Kindergartens in Högling. Die Maßnahme (Kosten: 800 000 Euro) war unumgänglich, weil es Platz für ein dritte Kindergartengruppe geben musste. Dieser Raum für insgesamt 75 Buben und Mädchen ist gegenwärtig ausreichend.

Parallell dazu gibt es in dem Hort am Dorfrand von Högling eine Kinderkrippe für Kinder bis zu drei Lebensjahren. "Zwölf einzelne Plätze im Altbau", wie Bürgermeister Christian Ziegler in Gegenwart von Gemeindekämmerer Thomas Rambach bei einem Gespräch berichtete. "Das", so Ziegler, "hat bisher ausgereicht."

Doch ab dem Jahr 2019 hätten sich neue und unerwartete Zukunftsperspektiven ergeben. Genauer: "Wir werden ab Januar nächsten Jahres Platz für 21 Krippenkinder brauchen". Das kommt nahezu einer Verdoppelung der Krippenplätze gleich. "Vorher so nicht absehbar", unterstrich der Bürgermeister im Einklang mit Kämmerer Rambach.

Die Gemeinde hat den Bedarf an Krippenplätzen zu sichern. Sie ist auch gewillt, das zu tun. In der letzten Gemeinderatssitzung der im April zu Ende gehenden Legislaturperiode hatte Christian Ziegler das Plenum informiert und in Aussicht gestellt, vorübergehend Container für die zweite Krippengruppe anzumieten und in Wolfring in Rathausnähe aufzustellen.

Diese Lösung ist zwischenzeitlich vom Tisch. Unterdessen hat sich gezeigt, dass die Container auch einen Platz auf dem vorhandenen Hortgelände in Högling finden können. "Wir müssen sie zumindest als vorübergehende Lösung aufstellen", informierte Ziegler. Gleichwohl kann das kein Dauerzustand sein. Mit anderen Worten: Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem weiteren Erweiterungsbau kommen müssen. "Nicht wegen des Kindergartens, sondern wegen der zweiten Krippengruppe".

Nach Bekanntwerden der neuen Planungen hatte es kritische Stimmen gegeben. Mit dem Tenor, man hätte das doch auch schon bei der Erweiterung vor wenigen Jahren in die Planungen mit einfließen lassen können. "Damals", entgegnete Christian Ziegler jetzt, "war die Entwicklung beim Bedarf von Krippenplätzen so, wie sich jetzt darstellt, nicht abzusehen."

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