01.04.2019 - 13:54 Uhr
HohenburgOberpfalz

Ein gutes erstes Schützenjahr

Seit gut einem Jahr sind die beiden Hohenburger Schützenvereine, die Burgschützen sowie der Schützenverein KSK und die Tellschützen, wieder eine Einheit. In der Jahreshauptversammlung gibt es eine erste Bilanz.

Mit der großen Verdienstauszeichnung des Oberpfälzer Schützenbundes würdigte Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz (rechts) den ehemaligen Schützenmeister der Burgschützen Hohenburg, Alfred Kürzinger (mit Urkunde) aus. Dazu gratulierten Schützenmeister Josef Scharr und Bürgermeister Florian Junkes (von links).
von Paul BöhmProfil

Fünfzig Jahre hatte es gedauert, bis beide Vereine unter dem Namen „KSK-Tell- und Burgschützen Hohenburg“ einen gemeinsamen Weg in die Zukunft eingeschlagen haben. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen war immer schon gut gewesen, meinten Schützenmeister Josef Scharr und der langjährige Schützenmeister der Burgschützen, Alfred Kürzinger. Seit gut einem Jahr ist man jetzt wieder ein gemeinsamer Verein.

Wie Scharr informierte, wurden eine ganze Reihe von Schießveranstaltungen abgehalten. „Ich habe im vergangenen Jahr von meinem Vorstand mit Josef Bauer, Fritz Rubenbauer und Michael Dieling sowie den Beisitzern Erika Paulus, Hedwig Bauer und Alfred Kürzinger an der Spitze große Unterstützung im Aufbau der erweiterten Vereinsstruktur erhalten", so Scharr. Über 150 Mitglieder gehören dem Verein an.

In Uniform waren die Mitglieder bei vielen Aktionen in der Öffentlichkeit präsent. Die Teilnahme an Fronleichnam und am Volkstrauertag wurde genannt. Man war bei der Hohenburger Kirchweih mit einem Getränkestand und beim Hohenburger Weihnachtsmarkt dabei. „Wir freuen uns auch darüber, dass die Teilnahme an den Schießveranstaltungen wieder zugenommen hat“, meinte Scharr.

Mit der Verleihung der großen Verdienstauszeichnung des Oberpfälzer Schützenbundes in Silber, der zweihöchsten des Verbandes, würdigte Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz die Verdienste des ehemaligen Schützenmeisters der Burgschützen, Alfred Kürzinger. Er war über 25 Jahre Schützenmeister gewesen. „Er war es, der nach 50 Jahren getrennten Schützenvereine in Hohenburg maßgeblich die für die Fusion der beiden Vereine verantwortlich war“, sagte Fraunholz.

Durch seine Entscheidungsfreude und Ausdauer konnten die Vereine trotz mancher bürokratischer und formeller Hürde zusammengeführt werden, hieß es. Auch nach der Fusion ist er aktiv im vereinten Verein der KSK-Tell- und Burgschützen im Vorstand tätig. Der Ehrenausschuss des Oberpfälzer Schützenbundes stimmte dieser hohen Auszeichnung zu, die bei der Jahreshauptversammlung von Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz verliehen wurde. Dazu gratulierte auch Bürgermeister Florian Junkes.

Eine lange Schützentradition in Hohenburg

Dass die Schützentradition in Hohenburg ein lange Tradition hat, kann man in den Vereinschroniken nachlesen: "Am 1. Februar 1875 wurde der Veteranen- und Kriegerverein in Hohenburg gegründet. Seine Fahne wurde 1887 geweiht. 1934 musste er sich dem Kyffhäuserbund anschließen und dessen Banner führen. Parallel dazu wurde am 25. November 1899 der Burschenverein Einigkeit gegründet, der am 20. September 1902 auch bezirksamtlich genehmigt wurde.

Infolge politischer und religiöser Unstimmigkeiten spaltete sich im Juni 1905 ein Teil der Mitglieder ab und bildete den katholischen Burschenverein Hohenburg, dessen Fahne 1906 beschafft wurde. Der Rest des Vereins "Einigkeit" sammelte sich am 1. September 1906 als Schützenverein Tell, der ausschließlich den Zimmerstutzenschießsport pflegte.

Die im folgenden Jahr in der Taubstummenanstalt Zell (Mittelfranken) angefertigte Fahne wurde auch dort geweiht. Dem Verein wurde aber erst 1912 auf eine Beschwerde hin gestattet, sie bei Festen in die Kirche zu tragen.

Aus den Tell-Schützen sind durch die Aufnahme von Kriegsteilnehmern und Soldaten die KSK und Tellschützen geworden." So hat es der Hohenburger Heimatforscher Friedrich Spörer niedergeschrieben. Im Jahr 1968 wurden die Burgschützen auch mit Mitgliedern aus den KSK und Tellschützen gegründet. Ende 2017 haben beide Schützenvereine den Fusionsvertrag für einen künftigen Hohenburger Schützenverein unterschrieben – Unter dem Namen KSK- Tell- und Burgschützen Hohenburg ist die Hohenburger Schützengeschichte jetzt wieder zusammengeführt.

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