24.05.2019 - 11:17 Uhr
HohenburgOberpfalz

Hohenburg ist eine sichere Hausnummer

Laut Statistik ist Hohenburg sicher. Gewalt und Diebstähle gehen zurück, die Aufklärungsquote steigt. Doch das ist nur ein Aspekt aus der aktuellen Sitzung des Gemeinderats.

Die Verlegung des Buswendeplatzes rund um das Kriegerdenkmal in Hohenburg wird von den Behörden abgelehnt.
von Paul BöhmProfil

Der Markt Hohenburg gilt als eine sichere Hausnummer in der Kriminalstatistik der Polizeiinspektion unter den Landkreisgemeinden. Wie Bürgermeister Florian Junkes bei der Marktgemeinderatssitzung informierte, sind die Straftaten seit dem Jahr 2009 von 41 auf 19 zusammengeschrumpft. Die Aufklärungsquote hat sich in dieser Zeit von 68 auf 84 Prozent gesteigert. "Gewaltdelikte hat es nicht gegeben und auch die offenkundig gewordenen Straßenkriminalitätsdelikte, Diebstähle und Sachbeschädigungen liegen teilweise unter dem Niveau vor zehn Jahren."

Mehr Wildunfälle

Angestiegen ist nach den Worten des Bürgermeisters hingegen die Zahl der Verkehrsunfälle, wobei die Wildunfälle im Gemeindegebiet deutlich von 34 im Jahr 2017 auf 44 (2018) zugenommen haben. Die Mehrheit dieser Unfälle liege im Talbereich der Lauterach und vor allem in den Randgebieten des Naturparks Hirschwald, an den die Gemeinde Hohenburg angrenzt. Zugenommen hätten auch die Kleinunfälle mit Sachschäden, so könne man es im Erfahrungsbericht der Polizei nachlesen. Alkohol- und Schulwegunfälle habe es im vergangenen Jahr zum Glück nicht gegeben, so Junkes.

Eine Geschwindigkeitsmessung im Bereich der Jakobusstraße und am Marktplatz habe einen Durchschnitt von 29 Kilometer pro Stunde ergeben, so Junkes. Was einige Marktgemeinderäte hingegen nicht so gerne hören wollten, ist die Tatsache, dass sich verschiedene Behörden gegen eine Verlegung des Buswendeplatzes vom Marktplatz in den Außenbereich des Marktes ausgesprochen haben. Sowohl das Straßenbauamt als auch die Polizei und die Verkehrsbehörde lehnten dies ab. Im Gemeinderat waren immer wieder Stimmen laut geworden, dass der Buswendeplatz beim Kriegerdenkmal von der Bevölkerung doch als sehr störend und einschneidend empfunden werde.

Nach Aussagen des Straßenbauamtes Amberg-Sulzbach steht die Beseitigung der Engstelle in der Jakobusstraße im Jahr 2020 an. Begonnen haben auch die Arbeiten für die Erstellung eines Wasserleitungs- und Kanalkatasters im Gemeindegebiet. Ziel ist es, eine exakte Kartierung von Wasser- und Abwasserleitungen zu schaffen, weil davon teilweise nur noch wenige Planungsunterlagen vorhanden sind.

Kein Mobilfunkanbieter

Während der Hohenburger Kirwa von Samstag, 27. Juli, 12 Uhr bis Montag, 29. Juli, 24 Uhr ist die "Hohenburger Fußgängerzone" vor dem Rathaus für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Allersburg nach Berghausen ist fertig. Die Maßnahme von Taubenbach nach Spieshof ist nach Auskunft des Bürgermeisters auf Juli verschoben worden, da derzeit keine Pflasterer verfügbar sind. Wie der Bürgermeister informierte, ist die Vorplanung für den Bau der Ortsstraße in Malsbach abgeschlossen, ein Leistungsverzeichnis wird derzeit erstellt.

Zum Mobilfunkprogramm informierte der Rathauschef, dass nach der Vorlage der Markterkundung kein Mobilfunkanbieter einen eigenwirtschaftlichen Ausbau machen will. "Derzeit werden Suchkreise ermittelt. Erst danach kann der Markt Hohenburg einen Antrag stellen." Mittlerweile liegt beim Kämmerer auch die Genehmigung des Haushaltes 2018 aus dem Landratsamt Amberg-Sulzbach vor.

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