23.03.2020 - 09:13 Uhr
HohenburgOberpfalz

Hohenburger Marktrat beschließt Sanierung des Anwesens „Marktplatz 21“

Die Sanierung des ehemaligen Stadlbaueranwesens „Marktplatz 21“ gleich neben dem Rathaus in Hohenburg ist das erste große Projekt, das in den nächsten Jahren im Ortskern saniert werden soll. Das beschloss nun der Marktrat.

Viel Wasser ist die Lauterach hinuntergeflossen, bis man sich im Marktgemeinderat in Hohenburg für die Sanierung des Stadtlbaueranwesens "Marktplatz 21" durchringen konnte. Jetzt fasste man den Grundsatzbeschluss für die über 1,7 Millionen teure Maßnahme.
von Paul BöhmProfil

Wie Bürgermeister Florian Junkes in der Marktratssitzung anmerkte, befasst man sich im Hohenburger Rathaus schon seit einigen Jahren mit dieser Projektsanierung. Bei der März-Sitzung stellte Architektin Petra Hofmann dem Gremium den Gesamtfinanzierungsplan vor. Die ursprünglich angedachte Unterbringung des Marktladens im Erdgeschoss hat man aus fördertechnischen Gründen fallen gelassen und eine zusätzliche wohnwirtschaftliche Nutzung eingeplant, um städtebauliche Fördermittel zu bekommen.

Wie in der Sitzung zu hören war, betragen die voraussichtlichen Baukosten 1 740 000 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten wurden in der Sitzung mit 1 338 000 Euro beziffert. Aus dem Städtebauförderprogramm bekommen die Hohenburger dafür 800 000 Euro Zuwendung. Zur Gesamtfinanzierung muss der Markt 940 000 Euro Eigenmittel aufbringen. Ob noch weitere Fördermittel über den Bezirk Oberpfalz oder dem Finanzausgleichsgesetz (FAG-Mittel) zu bekommen sind, wird Architektin Petra Hofmann in den nächsten Wochen noch klären. Mittel aus dem Denkmalschutzbereich werden für die Sanierung eher nicht mit eingeplant werden können, sagte Hofmann den Räten, da dies eine Doppelförderung wäre.

In einem Nebengebäude wird die Heizung für das Rathaus und das Sanierungsobjekt untergebracht. Dazu kommen Toiletten und ein gemeinsamer Aufzug, um barrierefrei ins Rathaus zu kommen. Der Marktrat beschloss die Gebäudesanierung einstimmig.

Mehrere Großprojekte stehen in Hohenburg in den kommenden Jahren an. Warten muss man allerdings noch auf einen Regierungsentscheid über die Finanzierungsmöglichkeit von zwei eingereichten sanierungsbedürftigen Gemeindeverbindungsstraßen. Erst dann kann abschließend entschieden werden, welche Maßnahmen letztendlich angegangen werden können.

Wegen einer Unterdeckung für diese Projekte und die Unterbringung im Finanz- und Investitionsplan kommender Jahre muss sich der Marktrat dann letztendlich über Kreditmittel und über die Beantragung von weiteren Stabilisierungshilfen unterhalten – doch diese Entscheidung wird voraussichtlich erst zum Jahresende fallen. Die Hohenburger wollen aber auf jeden Fall eine fertige Planung auf dem Bürgermeisterschreibtisch haben, so die Aussage der Fraktionen.

Ein weiteres Thema war die Burgsanierung. Markus Mitschke hatte nach dem Sachstand für dringend notwendige Sanierungen der Burgruine nachgefragt. Dazu informierte Architektin Petra Hofmann, dass es mit Vertretern des Landratsamtes Neumarkt, Albert Böhm von Seiten der US Army in Hohenfels und Silvia Condreanu-Windauer vom Landesamt für Denkmalpflege Gespräche gegeben hat. Die gemeinsame Aussage dazu war: „Die Sanierung wird von allen Seiten als dringend notwendig erachtet.“

Zunächst müsse die Voruntersuchung im Maßnahmepaket des Kommunalen Denkmalschutzkonzeptes in Hohenburg angegangen werden. „Die Sanierung an sich läuft ausschließlich über den Markt Hohenfels, auf dessen Gemeindegebiet die Burgruine liegt, auch wenn dies im Truppenübungsplatz ist“, so die Architektin. Albert Böhm kümmert sich bei der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) um die Genehmigung für die Voruntersuchung, hieß es.

Es geht wieder einmal um die Sanierung der Hohenburg. Vor gut 10 Jahren ist die beleuchtete Hohenburg schon einmal im Mittelpunkt gestanden. Damals allerdings war die Hohenburg beleuchtet gewesen. Adrian Golba hatte damals bei seinem Schwiegervater Erwin Wolfsteiner um die Hand seiner Tochter Annemarie angehalten und dieses Versprechen auch eingelöst. Doch jetzt steht ein größerer Sanierungsaufwand an.
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