27.06.2019 - 14:29 Uhr
HohenburgOberpfalz

Leben in den Ortskern Hohenburgs bringen

Dominante Leerstände prägen das historische Herz Hohenburgs beachtlich. Eine Diskussion zur Belebung des Ortskerns stand nicht zum ersten Mal auf der Tagesordnung des Marktrats. Es gibt Ideen.

"Es wird eine schwierige Geburt werden" - Dominante Leerstände prägen das Ortsbild in Hohenburg. Dem wollen jetzt Bürgermeister und Marktgemeinderat entgegensteuern.
von Paul BöhmProfil
Türen und Tore sind oft schon seit Jahre verschlossen. Dominante Leerstände prägen das Ortsbild in Hohenburg. Dem wollen jetzt Bürgermeister und Marktgemeinderat entgegensteuern.

Während die Städte boomen, entleeren sich vielerorts ländlich strukturierte Ortskerne – mit dramatischen Folgen für die künftige Entwicklung. Jetzt will sich der Markt darauf besinnen, wie das Zusammenspiel von gemeindlicher Entwicklung, Naturerbe und privaten Hausbesitzern gelingen kann. Künftig soll die innerörtliche Entwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung bekommen.

Im Marktrat ist man sich darüber einig, dass dies ein Zusammenfinden von Gemeinde, Städteplanern und Hausbesitzern sein muss. Es muss ein gemeinsamer Kraftakt werden, um den Leerständen im Ortskern entgegen zu steuern und dazu wurden auch von verschiedenen Seiten die Leerstände an Wohn- und Geschäftshäusern deutlich angesprochen.

„Es ist sicher schwer etwas zu bewegen“, meinten Sebastian Schärl und Josef Gmach, die schon mehrmals einen Versuch unternommen haben, den Ortskern voran zu bringen. „Da müssen Gemeinde und auch Privatleute zusammenstehen, dass da etwas vorangebracht werden kann“. Einig war man sich allgemein darüber, dass der Zeitgeist alleine dieses Manko freilich nicht richten könne; "da müssen wir schon kräftig zusammenstehen", ist ihre Überzeugung.

Es gilt auch die Experten von verschiedenen Planungs- und Förderstellen mitsamt den Denkmalschützern in die Planung einzubinden. Versuche in diese Richtung hat es schon mehrmals gegeben, sind immer wieder im Sand verlaufen.

Derzeit sind die Hohenburger vehement dabei, mit Gewinnung der Verwaltung des Naturparkzentrums Hirschwald ein erstes großes Projekt anzukurbeln. „Wir haben das Fledermaushaus und einen schicken Marktladen und da muss jetzt angeknüpft und aufgebaut werden“, sagte Sebastian Schärl.

Gastronomie im Ortskern und Ladengeschäfte samt zentral gelegenem Wohnraum im wären zwar wünschenswert, aber diese Wegrichtung ist nur schwer auf einen Nenner zu bringen. Mit einem einstimmigen Beschluss verpflichtet sich der Markt Hohenburg jetzt, sich künftig auf die Innenentwicklung zu setzen und vorrangig innerörtliche Branchen- und Gebäudeleerstände zu nutzen sowie bei der Ausweisung von weiteren Baugebieten und Bauplätzen sowie weit als möglich Zurückhaltung zu üben.

Aus dem Tagesgeschäft informierte Bürgermeister Florian Junkes, dass die Weiterführung der Buslinie 61 bis nach Adertshausen angestrebt ist. Die Wendemöglichkeit in Adertshausen wird derzeit noch vom ZNAS geprüft.

Im Rathaus hat es eine Brandschutzbegehung gegeben, berichtete der Rathauschef. Die Freigabe des Breitbandausbaues im Bauabschnitt I im gesamten Gemeindegebiet ist mittlerweile freigegeben. Auftretende Störungen können bei der Gemeinde gemeldet werden. Nachgearbeitet werden müssen die Bankette der heuer neu asphaltierten Gemeindeverbindungsstraßen. Der Bankettausbau von Köstl nach Lohe wurde ebenfalls für Nacharbeiten angemeldet. Beim Freistaat Bayern hat der Markt einen weiteren Antrag auf Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen in Höhe von 2 510 000 Euro gestellt. Die Schäden an der Kunstwanderstation sind mittlerweile behoben worden, so die Information an den Marktgemeinderat.

Für den Bebauungsplan eines Solarparks in Eigentshofen wird der Markt Hohenburg keine Stellungnahme abgeben. Vergeben wurden mittlerweile auch die Sanierungsarbeiten an der Friedhofsmauer in Hohenburg und die Asphaltierung des Kirchenvorplatzes in Mendorferbuch. Für den Radwegausbau von Schwarzmühle bis Adertshausen wurde der Ingenieurvertrag für den landschaftspflegerischen Begleitplan vergeben.

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