03.02.2020 - 12:14 Uhr
HohenburgOberpfalz

Die Sanierung der Friedhofsmauer kommt teurer als geplant

Die Mehrkosten schlagen mit 50 000 Euro zu Buche. Der Standort für das Naturparkhaus Hirschwald ist noch nicht festgelegt.

Die Sanierung der Friedhofmauer kommt teurer als geplant, Viele Bauschäden hat man erst trotz Schürfungen und Voruntersuchungen bei der Sanierung entdeckt - so fehlt an einigen Stellen ein Fundament für die Mauer. Die Mehrkosten kommen auf etwa 50 000 Euro.
von Paul BöhmProfil

Die Sanierung der Friedhofsmauer kommt teurer als ursprünglich eingeschätzt. Bei der Sicherung stellte sich heraus, dass ein Bereich instabil war. Teils war wenig Fundament vorhanden. Ein erheblicher Bereich musste mit großem Zeitaufwand unterfangen und neu aufgebaut werden.

Wie Architektin Petra Hofmann im Marktgemeinderat berichtete, ist wegen Staunässe auch eine beiderseitige Drainage notwendig geworden, um die langfristige Standfestigkeit zu erhalten. "Es waren Schäden, die man trotz mehrerer Bodenschürfungen nicht vorhersehen konnte." Veranschlagt waren 120 000 Euro. Durch die zusätzliche Drainage und die Abdeckung der Mauerkrone steigen die Kosten auf 170 000 Euro an. Für die Mehrkosten hat der Markt jetzt beim Bezirk Oberpfalz und beim Landesamt für Denkmalpflege einen Antrag auf Nachfinanzierung stellt. Der Eigenanteil liegt dann bei etwa 134 000 Euro. Der Marktgemeinderat genehmigte einstimmig die Mehrausgaben in Höhe von 50 000 für die Sanierung.

Für die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael in Allersburg gewährt das Gremium eine Zuwendung von 5000 Euro. Der Dorfgemeinschaft Egelsheim wird ein Zuschuss von 3000 Euro für die auf etwa 17 000 Euro geschätzte Innenrenovierung zugestanden. Ein Nutzungsvertrag zwischen Eigentümer und Dorfgemeinschaft liegt im Rathaus vor. Bürgermeister Florian Junkes begründete beide Zuwendungen mit dem Erhalt wertvollen Kulturgutes, obwohl sich Hohenburg mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept auch mit der Gewährung freiwilliger Leistungen Zurückhaltung auferlegt hat.

Für das Mittlere Löschfahrzeug der Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim liegt jetzt der Zuwendungsbescheid über 56 400 Euro vor. Gut 300 000 Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben. Anliegerklagen wegen des Internetausbaus aus dem Breitenweg in Sachen schnelles Internet hat die Verwaltung an die Telekom weitergegeben. Junkes informierte, dass die Telekom im Laufe des Jahres mit V-DSL Vektoring die Leistung dort erhöhen wird. Im Bereich Breitenweg könnten dann Bit-Raten bis 250 M-Bits im Download erreicht werden. Davon kann auch der Bereich Dornzeil profitieren, sagte Junkes, sich beziehend auf die Telekom.

Zum Thema Standort für das Naturparkgebäude in Hohenburg hatten Josef Gmach und Sebastian Schärl angefragt. Junkes erwiderte, dass der Markt mittlerweile drei konkrete Planungen für den Standort erarbeitet und vorgestellt habe. "Der Vorstand des Naturparks Hirschwald hat sich aber noch nicht auf einen endgültigen Standort einigen können", so Junkes. Im Gemeindegebiet werden derzeit über 55 Hektar betreut. Marktgemeinderat Sebastian Schärl hatte dazu nachgefragt. Die Marktgemeinderäte Sebastian Schärl und Josef Gmach regten zur besseren Begehbarkeit der wasserdurchlässigen Pflasterstrecke beim Friedhof den Einbau eines durchgehenden Mittelstreifens an. Über das Ergebnis wird der Rat in einer nachgelagerten Sitzung nochmals diskutieren.

Zugestimmt hat das Gremium dem Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Lammerthal und dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Garage am Schleicherberg 44. Zur Bauvoranfrage für ein Einfamilienwohnhaus in Allersburg wurde Einvernehmen erteilt. Auf Anfrage von Sebastian Schärl informierte Bürgermeister Florian Junkes, dass zum geplanten Bau einer Wohnanlage am Kirchberg in Allersburg ein Vor-Ort-Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege stattgefunden hat. Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

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