08.04.2019 - 17:20 Uhr
HohenburgOberpfalz

Stadlbaueranwesen wird saniert

Genehmigt hat der Marktgemeinderat die Sanierung des Hauptgebäudes am Marktplatz 21. Damit einher geht die Nutzungsänderung des Erdgeschosses zur Wohnung und der Neubau eines Aufzuges.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist für die Hohenburger die Sanierung des Anwesens Marktplatz 21, gleich rechts neben dem Rathaus. Die Planungen für die Sanierung des Hauptgebäudes und ein Aufzug-Einbau für das benachbarte Rathaus sollen vorangebracht werden.
von Paul BöhmProfil

Zudem soll das rückwärtige Nebengebäude abgerissen und der Neubau eines Nebengebäudes errichtet werden. Ferner wird es eine neue Heizung und eine öffentliche Toilettenanlage für das Anwesen Marktplatz 21 (ehemaliges Stadlbaueranwesen) gleich neben dem Rathaus geben.

Die Feststellung der Jahresrechnung für 2017 war einer der "geldigen" Punkte in der Sitzung des Gremiums. Der Gesamthaushalt wurde mit 5 624 102 Euro festgestellt. Auf den Verwaltungshaushalt sind 3 426 208 Euro entfallen, auf den Vermögenshaushalt 2 197 894 Euro. Dazu herrschte Einstimmigkeit im Marktgemeinderat für den Entlastungsbeschluss. Die Verschuldung der Gemeinde konnte im Lauf des Jahres 2017 von knapp 2,8 auf 2,2 Millionen Euro reduziert werden.

An der Finanzierung des Marktladens beteiligt sich die Kommune mit insgesamt 15 000 Euro am Zeichnungskapital. Der Markt verzichtet auch auf den späteren Rückbau von Einbauten im Erdgeschoss.

Für den Ausbau der Ortsstraße in Malsbach wurde der landschaftspflegerische Begleitplan vergeben. Die Kosten belaufen sich auf 2300 Euro. Grünes Licht signalisierten die Räte für die Bestellung eines gemeinsamen Informationssicherheitsbeauftragten im Landkreis.

Vorantreiben will man die weitere Sanierung von Gemeindeverbindungsstraßen im nächsten Jahr. Neu aufgeteert werden sollen 2020 die Gemeindeverbindungsstraße 2235 Hohenburg bis zur Gemeindegrenze bei Ödallertshof und die Straße zwischen Adertshausen und Allertshofen. Beschlossen hat der Marktgemeinderat auch die Erneuerung der Brandschutzmeldeanlage im Fledermaushaus in Hohenburg. Im Truppenübungsplatz Hohenfels hat sich die Rufnummer für Lärmbeschwerden geändert. Unter 09472/83 24 57 ist jederzeit deutschsprachiges Personal erreichbar.

Abgerechnet ist jetzt die Felssicherung in Allersburg im zweiten Bauabschnitt. Die Gesamtkosten betrugen 37 000 Euro, den Anteil für den Markt benannte Bürgermeister Florian Junkes mit 7300 Euro. In Hohenburg soll die Großtagespflege wieder eröffnet werden. Interessenten sollen sich im Pfarramt melden, so Junkes.

Für die Europawahl werden Wahlhelfer benötigt. Wahllokale werden im Rathaus in Hohenburg, im Feuerwehrgerätehaus in Mendorferbuch und im Dorfhaus in Allersburg eingerichtet. Der Antrag auf die Erteilung einer wasserrechtlichen Genehmigung zur Grundwasserentnahme für den Brunnen Voggenhof liegt beim Landratsamt zur Genehmigung vor.

Eine genehmigte Bauvoranfrage ist noch keine Genehmigung des Bauvorhabens: Wie in der Sitzung zu hören war, wurde in Allersburg zur Vor-anfrage eines Investors kontrovers diskutiert. Hintergrund ist der geplante Neubau einer Wohnanlage mit Tiefgarage am Fuße des Kirchberges in Allersburg. Bei zwei Gegenstimmen hatte das Gremium in der Februarsitzung sein Einvernehmen für die Voranfrage gegeben.

Wie Bürgermeister Junkes nun nochmals klarstellte, ist die Genehmigungsbehörde das Bauamt beim Landratsamt. "Selbst wenn der Marktgemeinderat sein Einvernehmen nicht erteilt hätte, wäre die Voranfrage dem Landratsamt vorzulegen", informierte der Rathauschef. "Die Bauvoranfrage wurde an das Landratsamt weitergeleitet und wird jetzt rechtlich geprüft." Abgeschlossen wird der Vorgang vom Landratsamt mit der Erteilung eines Vorbescheides für den Investor.

Bei der Sitzung hatten zwei Marktgemeinderäte die Genehmigungsfähigkeit wegen der Nähe zu dem bedeutenden Baudenkmal der Kirche St. Michael infrage gestellt und sahen die Umsetzung eines solchen Projektes in der exponierten Lage in der Dorfmitte als äußerst kritisch an.

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