Odyssee in Coronazeiten: Nach Monaten erst daheim

Nach mehr als sieben Monaten ist Ruhestandspfarrer Joseph Madathiparampil wieder in seine Pfarrei in Hohenkemnath zurückgekommen. Er wollte zu einem Familienbesuch für vier Wochen in seine Heimat Kerala (Indien) fliegen. Dann kam Corona.

Nach vielen Wochen ist Pfarrer Joseph Madathiparampil endlich wieder in seine Heimatpfarrei nach Hohenkemnath zurückgekehrt. Corona ließ ihn in Indien festsitzen.
von Autor SNNProfil

Der bereits für den 12. März gebuchte Rückflug nach Deutschland wurde gecancelt. Dann bekam er erneut ein Flugticket für den 31. März, aber auch dieser Termin musste coronabedingt verstreichen. Nun wurde ein weiterer Termin für den Rückflug nach Deutschland aktuell. Das neue Flugticket war auf den 2. Juli terminiert. Doch die Regierung ließ keine internationalen Flüge mehr in das Land. Also schlug auch der dritte Versuch fehl, um wieder nach Deutschland zu kommen.

Pfarrer Joseph stand mit der Pfarrsekretärin Christine Gebhardt fast täglich in Verbindung. Er bekam unter anderem die Ergebnisse der Kommunalwahlen aus seiner Heimatgemeinde Ursensollen per Whatsapp mitgeteilt. Am 21. August feierte er seinen 83. Geburtstag im Kreise seiner indischen Familie. Zum Ehrentag gab es eine Schwarzwälder-Kirschtorte.

Rund drei Wochen danach bekam er die frohe Botschaft, dass er im vierten Anlauf nach Deutschland reisen darf. Am Sonntag flog er mit einer Lufthansamaschine nach Frankfurt. Dort landete Pfarrer Joseph gegen 9.25 Uhr. Zu Hause angekommen wurde er im Garten von einigen Pfarrangehörigen mit einer gehörigen Portion Applaus begrüßt. Nach sieben Monaten betrat Pfarrer Joseph mit einen Blumenstrauß sein Zuhause in Hohenkemnath.

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