21.10.2021 - 12:34 Uhr
Hohenthan bei BärnauOberpfalz

Bebauungsplan "Am Hammerweg" in Hohenthan: Garagen und Zisternen im Fokus

Mit dem Bebauungsplan "Am Hammerweg" in Hohenthan befasste sich erneut der Stadtrat Bärnau. Im Fokus standen Garagen und Zisternen.

Der überarbeitete Bebauungsplan "Am Hammerweg".
von Lena Schulze Kontakt Profil

Zum Bebauungsplan „Am Hammerweg“ in Hohenthan sind nun die Stellungnahmen eingegangen. Stadtplaner Jeroen Erhardt vom Büro TB Markert stellte diese in der jüngsten Stadtratssitzung vor. Das Gremium nahm einige Anpassungen vor. Diese betreffen etwa Garagen und Zisternen.

Statt die Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren durchzuführen, muss in das Regelverfahren gewechselt werden, informierte der Planer. Zwar wurde das Gebiet „Am Hammerweg“ schon 1999, also vor 22 Jahren, als Bauland ausgewiesen, doch es ist immer noch Ackerland. Für das beschleunigte Verfahren zählt allerdings nicht der planungstechnische Status, sondern entscheidend sind die tatsächlichen Verhältnisse. Da es sich beim Gebiet „Am Hammerweg“ also noch um eine Ackerfläche handelt, kann der Paragraf für das beschleunigte Verfahren nicht angewendet werden. „Es ist ärgerlich, dass dieser Einwand nicht gleich in der ersten öffentlichen Auslegung angesprochen wurde. Jetzt müssen wir eine weitere Hürde nehmen“, erklärte der Stadtplaner. Dabei handelt es sich um die Umweltprüfung, die das Regelverfahren vorschreibt. Das Landratsamt wies in seiner Stellungnahme zudem auf die Platzierung der Garagen hin. Das Gremium entschied sich dafür, den Bauwilligen eine flexible Anordnung der Garagen zu ermöglichen.

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden empfahl, in den Bebauungsplan die Errichtung von Zisternen verpflichtend aufzunehmen. Diese könnten Starkregenereignisse abfedern und andererseits bei Trockenperioden zur Bewässerung des Gartens dienen, hieß es in der Begründung. Wie Jeroen Erhardt ausführte, sei es allerdings ausreichend, in den Planungsunterlagen auf die Wasserzisternen hinzuweisen. Zudem seien Mischwasserkanäle ausreichend aufnahmefähig. Bei zwei Gegenstimmen beschloss das Gremium, es jedem Bauherren selbst zu überlassen, ob er eine Zisterne bauen möchte oder nicht.

Im Stadtrat ging es auch um das Veranstaltungsjahr 2022

Bärnau

„Es ist ärgerlich, dass dieser Einwand nicht gleich in der ersten öffentlichen Auslegung angesprochen wurde."

Stadtplaner Jeroen Erhardt vom Büro TB Markert zum Wegfall der Möglichkeit eines beschleunigten Verfahrens

 

 

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