18.03.2020 - 15:53 Uhr
Hohentreswitz bei PfreimdOberpfalz

Zum Schutz der Kitze: Jäger suchen mit Drohne

Das Verhältnis zwischen Jagdpächter und -genossen ist in Hohentreswitz gut. Nachwievor beachtlich sind die Wildunfälle.

von Externer BeitragProfil

Zufrieden sind die Jagdgenossen Hohentreswitz-Fuchsenhof mit den Jagdpächtern Willi Zirwick und Georg Schwandtner. Sie stimmten einstimmig für den Antrag von Willi Zirwick, den Jagdpachtvertrag bis zum Jahre 2030 zu verlängern. Jagdpacht und Wildschadenersatz bleiben unverändert.

Jagdpächter Willi Zirwick freute sich über die Jungjäger Thomas Lippert und Sabine Kellner. Der Abschussplan für die Jahre 2019 bis 2021 wurde mit 28 Böcken, 26 Geißen, Schmalrehe und 24 Kitze genehmigt. Im ersten Jahr wurden neun Böcke, zehn Geißen, Schmalrehe und acht Kitze erlegt. Davon kamen zwei Böcke, sechs Geißen, Schmalrehe durch Unfälle oder als Fallwild um. Dies sind 35 Prozent. Schwarzwild wurden keines erlegt. Des Weiteren wurden sechs Füchse, ein Dachs, je zwei Steinmarder und Fischreiher zur Strecke gebracht. Drei Hasen fielen ebenfalls dem Verkehr zum Opfer.

Der späte Mähbeginn am 17. Mai 2019 bescherte eine große Anzahl von Kitzverlusten trotz Wildscheuchen mit Reflektor, Piepton und Begutachtung der Wiesen. Zurwicks Dank galt den Wiesenbesitzern und Pächtern wegen der Bekanntgabe des Mähzeitpunkts. Das sollte so fortgeführt werden. Zum Abschluss lud er und Mitpächter Georg Schwandter zum Rehessen ein.

Die Jagdgenossenschaften unterliegen der Verpflichtung, einen Datenschutzbeauftragten zu benennen. Schriftführer Ludwig Wittmann informierte über die Erhebung und Verarbeitung der Daten der Jagdgenossen. Diese werden sowohl in Papierform als auch auf elektronischen Medien gespeichert. Sie sind vor Zugriff Dritter zu sichern. Zugriff haben nur die Vorsitzenden, Beisitzer, Kassier und Schriftführer.

Bürgermeister Richard Tischler freute sich darüber, dass der Wegeausbau gut funktioniere. Er bat die Jagdgenossen, mit den Wegen pfleglich umzugehen. Weiterhin berichtete er, dass im April 2019 der Vertrag mit der Telekom zum restlichen Breitbandausbau unterschrieben wurde und dieser nach aktuellem Stand 2021 beginne. Der Mobilfunk soll sich noch im März verbessern. Die Hardware am Sendemast ist bereits installiert.

Bürgermeister Richard Tischler lobte das gute Verhältnis von Jagdpächtern und -genossen. Der Jagdpachtschilling wird nach Abstimmung durch die anwesenden Jagdgenossen nicht ausbezahlt. Die Jäger regten einen Ankauf einer Drohne an, um die Kitzsuche im Frühjahr zu erleichtern. Über eine Zuzahlung aus der Jagdkasse würden sie sich freuen.

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