Die Polizei hat eine Arztpraxis im Passauer Stadtgebiet durchsucht. Laut Meldung des Polizeipräsidiums Niederbayern, stellten die Einsatzkräfte am Mittwochvormittag Patientenunterlagen, PCs, Laptops und sonstigen Speichermedien sicher. Die Kripo wertet die Gegenstände aus. Ersten Erkenntnissen zufolge stellte der Arzt mehrere 100 Atteste für Patienten im ganzen Bundesgebiet aus. Die überwiegende Mehrheit ging jedoch an Personen aus niederbayerischen Landkreisen.
Im Oktober 2020 hatte ein Busfahrer aus dem Landkreis Freyung-Grafenau den Fall ins Rollen gebracht. Er informierte die Polizei weil eine Schülerin ein Attest vorzeigte, dessen Echtheit er bezweifelte. Die Staatsanwaltschaft Passau leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. Mittlerweile führt die Kriminalpolizeiinspektion Passau Ermittlungen wegen zahlreichen Verdachtsfällen aus den Landkreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau und Rottal-Inn.
Für das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse sieht das Strafgesetzbuch ein Strafmaß von Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe vor. Wer ein solches Attest gebraucht, kann sich laut Polizei ebenfalls strafbar machen. Hierfür droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.