18.09.2019 - 11:20 Uhr
Iber bei HahnbachOberpfalz

Kirwa in Iber: Stimmung bis zum Anschlag

Im wahrsten Sinne des Wortes ließen es die Iberinger wieder bei ihrer Kirwa krachen. Mit drei Böllerschüssen wurde die 41. Auflage des Brauchtumsfestes bei Traumwetter und mit zahlreichen Besuchern eröffnet.

Beste Stimmung herrschte beim Baumaustanzen in Iber
von Josef IbererProfil
In einer langen Formation zogen die Kirwapaare zum Festplatz.

Nachdem am Samstag die von Fabian Meyer gestiftete, 32 Meter hohe Fichte mit Kränzen und Girlanden geschmückt, geringelt und die Jahreszahl eingeschnitzt war, wurde sie mit Unterstützung vieler Dorfbewohner mit Muskelkraft und viel „Hauruck“ unter den Kommandos von Stefan Kohl in die Senkrechte gebracht.

Nach einer kräftigen Brotzeit begann der Abend in der Bruder-Konrad-Kirche mit einem Festgottesdienst. Erstmals wurde dieser von einem Kirwa-Kirchenchor unter Leitung von Renate Werner mit erfrischenden Liedern mitgestaltet. In den Fürbitten wurde der verstorbenen Landjugendmitglieder und Dorfbewohner gedacht. Pfarrer Hans Peter Heindl dankte der Kirwagesellschaft für ihren Einsatz um den Zusammenhalt im Dorf. Danach ging es über die Straße ins beheizte Festzelt, in dem bei Bier und Bratwürsten die Band Boarische Boum das Volk in Stimmung brachte.

Viel Lob gab es für den Gesang des Kirwa-Kirchenchores.
Ganz ohne Technik brachten die Kirwamusikanten Stimmung unter Jung und Alt.
Viel Kondition brauchte das neue Oberkirwapaar Paul Segerer und Lena Schmalzl für die tollen Tage in Iber.

Am Sonntag zogen die Burschen mit musikalischer Begleitung los, um ihre Moila in kreativ gewählten Verstecken ausfindig zu machen und zum Festplatz zu bringen. Viele Gäste scharten sich inzwischen um den Kirwabaum, um den Höhepunkt des Festes mitzuerleben. Die 19 Paare zeigten mit ihren Tänzen zur Musik von Dieter & Co, was sie in vielen Proben gelernt hatten. Beim überraschenden Klingeln des Weckers während des Walzers „Tief in der Oberpfalz“ hatten Lena Schmalzl und Paul Segerer den Blumenstrauß in der Hand und wurden unter dem Beifall der Zuschauer zum Oberkirwapaar gekürt. Aus luftiger Höhe warfen sie Bonbons und andere Süßigkeiten unter das bestens aufgelegte Volk. Zünftig ging es weiter im Zelt mit der Sulzbacher Muse. Ganz ohne Technik sorgten die Musikanten auch an einzelnen Tischen bis in die Nacht hinein für Stimmung. Vielfach war anerkennend zu hören: „Des is halt a Kirwamuse.“

Die Noukirwa begann am Montagnachmittag mit dem Kirwabärtreiben von Haus zu Haus. Den musikalischen Teil des Abends bestritten die Stockerholzer Boum. Dabei zeigten die Alten ihre Tanzkünste und feierten Christa und Roland Segerer als das neue Altkirwapaar. Viele Preise gab es bei einer Tombola zu gewinnen, ehe Jürgen Werner den Kirwabaum mit einem stattlichen Betrag zugunsten der Landjugendkasse ersteigerte.

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