02.12.2019 - 22:55 Uhr
Ilsenbach bei PüchersreuthOberpfalz

Landvolk unterstützt Senegal und Siebenbürgen

Bei der Kreisversammlung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Kreis Neustadt/WN zeigte sich, welche Aktivität der Kreisverband an den Tag legt. Aber auch die einzelnen KLB-Ortsgruppen sind nicht untätig.

KLB-Kreiskassier Willi Kellner (von links), Diözesanreferent Klaus Hirn, Anna Schmid und die Kreisvorsitzenden Manfred Kellner und Maria Pleyer unterstützen soziale Projekte.
von Franz VölklProfil

Kreisvorsitzende Maria Pleyer aus Waldthurn begrüßte im Gasthaus Miedl in Ilsenbach mit dem Albersriether Kreisvorsitzenden Manfred Kellner das Landvolk. Pleyer berichtete über kürzliche Veranstaltungen wie eine Klausurtagung in Flossenbürg, einen Fraueneinkehrtag in Johannistal mit 67 Teilnehmerinnen, von der gemeinsamen Wallfahrt der Kreisverbände Neustadt/WN und Tirschenreuth nach Fuchsmühl, den Evensong in St. Quirin oder die Viertagesfahrt nach Görlitz, Dresden und Oberlausitz. Nachdem Kassier Willi Kellner aus Oberlind bilanziert hatte, meinte Kreisvorsitzender Kellner, man wolle einige Projekte finanziell unterstützen.

Kellner übergab 500 Euro an Diözesanreferenten Klaus Hirn für das Senegal-Projekt des Landvolks. Da gerade das Thema Europa das Landvolk intensiv beschäftigt habe, sollten auch 500 Euro nach Rumänien/Siebenbürgen gehen. Pleyer reichte die Spende an Anna Schmid aus Döltsch weiter, die das Geld an ihre Schwester Jakobe Schmid, die Generaloberin der Mallersdorfer Schwestern ist, weiterleitet. Die Klosterschwestern kümmern sich in Siebenbürgen um Waisen und Straßenkinder, aber auch um alte Leute, die auf Müllhalden leben.

KLB-Referent Klaus Hirn behandelte beim Impulsreferat das Thema „Klima-Gesellschaft-Mensch“. Er sprach über Generationengerechtigkeit und davon, dass in Deutschland jährlich 13 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen. Der CO2-Ausstoß sei enorm und belaste die Umwelt. „Der Klimawandel ist Fakt und man kann ihn nicht wegdiskutieren“. Die Wissenschaft belege dies ganz klar.

Hirn erklärte, was der Einzelne selbst tun könne: „Fliegen Sie nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub, fahren Sie mit der Bahn, hier sparen Sie richtig CO2.“ Er forderte auch zum regionalen Einkauf, denn heute kämen teils Kartoffeln aus Ägypten und 50 Prozent der Äpfel aus China. „Denken wir nach, wir können alle was tun, lassen wir uns berühren und setzen die Einsparmöglichen möglichst im persönlichen Bereich um“.

In der Versammlung berichteten auch die KLB-Ortsgruppen über ihre gut angenommenen, umfangreichen Tätigkeiten und positiven Entwicklungen. „Wir haben uns von einem bisherigen Altersdurchschnitt von 68,5 Jahren auf 60,9 Jahren verjüngt“, erklärte etwa Rita Hey, Vorsitzende der Ortgruppe Burkhardsreuth, stolz. Silvia Stahl erzählte für die Waldthurner Gruppe, dass man sich sehr intensiv am 100-jährigen Jubiläum der Landjugend Waldthurn als Erwachsenen- und Nachfolgeverband eingebracht habe.

Seit Anfang November 2019 gibt es in und um Waldthurn zudem eine weitere KLB-Gruppe, das „Junge Landvolk Waldthurn“. Ulrike Simmerl aus Remmelberg berichtete, sie habe mit der Frankenrietherin Barbara Stahl die junge Gruppierung in Albersrieth gegründet und am 3. November gestartet.

Die Vorabendmesse in der Ilsenbacher Dorfkirche zelebrierte der aus Kirchenthumbach stammende Professor der Theologischen Fakultät Trier, Hans-Georg Gradl.

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