09.08.2020 - 11:57 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Andrang im Naturerlebnisbad Immenreuth genau getaktet

Eine große Fontäne hinterließ Bayreuths stellvertretender Landrat Klaus Bauer im Naturerlebnisbad. Die große Wellenrutsche hatte es ihm angetan. Viele Nachahmer hätte es am Wochenende gegeben, doch die Besucherzahl ist beschränkt.

Viel zu beobachten hat die Wasseraufsicht, damit die Maximalzahl der Badegäste in den Becken nicht überschritten wird. Hier der Nichtschwimmerbereich
von Bernhard KreuzerProfil

Wegen Corona sind maximal 500 Badegäste zugleich erlaubt. Mehr Besucher dürfen auch bei heißen Temperaturen keine Abkühlung im Naturerlebnisbad Immenreuth suchen. Auf den großzügigen Liegewiesen und im Wasser erscheint ihre Zahl deshalb selbst an sehr heißen Tagen wie am Wochenende überschaubar.

Zwei Drehkreuze am Eingang zählen die kommenden und gehenden Badegäste. Ist die Zahl 500 erreicht, schließt der Eingang automatisch. Nun muss so lange gewartet werden, bis wieder eine Person das Bad verlässt. Gerade für Familien können dabei Probleme bei dem Andrang an den heißen Tagen auftreten. Während ein Teil der Familie ins Bad darf, muss der andere womöglich draußen bleiben und so lange warten, bis ein anderer das Bad wieder verlässt.

Bademeister Kai Wolf bezeichnete dies als ärgerlich, vor allem dann, wenn Besucher auch noch nach Hause geschickt werden müssen. Die Hygienevorschriften sind leider "ohne wenn und aber“ einzuhalten, bedauert er und empfiehlt, vor der Fahrt schnell mal auf die Homepage „Naturerlebnisbad Immenreuth“ zu blicken. Dort werden die aktuellen Besucherzahlen regelmäßig veröffentlicht.

Den Badegästen zollt Bademeister Wolf großes Lob für die Einhaltung der Hygienevorschriften. „Alle halten die Abstandsregelung ein und beachten die Maskenpflicht“, hebt er anerkennend hervor. Dass die große Rutsche, die Attraktion des Bades, wieder geöffnet werden durfte, betrachtet er als großen Vorteil. „Die Badegäste hätten für eine weitere Schließung kein Verständnis“, fügt er an.

150 bis 500 Gäste tummeln sich regelmäßig im Bad. Am Samstag wurden bereits um 12 Uhr 305 Besucher gezählt. Kein Wunder bei den heißen Temperaturen.

Besondere Gäste allerdings kamen am Freitag aus Volkach am Main nach Immenreuth. Die Sanierung des dortigen Bades der über 8000 Einwohner zählenden Stadt steht an. Ihr Bürgermeister Heiko Bäuerlein nebst dem gesamten Stadtrat, begleitet von der örtlichen Presse, reisten im Bus in die Oberpfalz, um das Naturerlebnisbad der fünf Partnergemeinden unter die Lupe zu nehmen. Zur Gruppe stieß noch Betriebsarzt Dr. Joachim Popp aus Nürnberg. Dieser bescheinigte der Freizeitanlage eine vorbildliche Organisation und einen eben solchen Betrieb. „Alle waren vom Bad begeistert“, fasste Geschäftsführer Günther Strobel erfreut zusammen.

Einen ersten Schwimmkurs absolvierten in dieser Saison inzwischen sechs Kinder im Naturerlebnisbad erfolgreich. Fünf von ihnen durften sogar das Abzeichen „Seepferdchen“ mit nach Hause nehmen. Vom 17. bis 21. August folgt der nächste Schwimmkurs. Er ist jedoch schon ausgebucht, teilt Bademeister Kai Wolf mit. Abhängig vom Wetter und der Nachfrage sind weitere Kurse nicht ausgeschlossen.

Bis jetzt verlief die Saison unfallfrei, freut sich der Bademeister. Ihn entlasten beim Betrieb fünf Wasseraufsichten, die wiederum von den Ortsgruppen der Wasserwacht Kemnath und Immenreuth unterstützt werden. Allein die kurzfristig organisierte Badesaison und die durch Corona abgesagten Aktionen trüben die Erholungsfreuden. Unter den weniger Gästen leidet zwangsläufig auch der Kioskbetrieb von Bruno Busch mit seinem Biergarten.

Die Saisoneröffnung im Mai fiel ins Wasser

Immenreuth
Hintergrund:

Regelungen im Naturerlebnisbad

Die Zahl der zeitgleichen Besucher im Bad ist auf 500 festgelegt. Kindern unter 12 Jahren ist der Einlass nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt. Vom Eintritt generell ausgeschlossen ist der Personenkreis mit Kontakt zu Covid-19-Fällen in den letzten Tagen sowie Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und mit der Atmung verbundenen Symptomen.

  • Die Ein- und Ausgänge sind getrennt. Das linke Drehkreuz wird nur für kommende und das rechte Drehkreuz ausschließlich für gehende Gäste genutzt. Es erfolgt eine automatische Zählung. Damit wird die maximale Gästezahl gesteuert, die täglich mehrmals auf der Homepage veröffentlicht wird.
  • Grundsätzlich ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wo das nicht möglich ist und bei Aufenthalt in geschlossenen Räumen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Der Sandplatz und der Matschbereich bleiben geöffnet, ebenso die große Wellenrutsche und die Kinderrutsche. Geschlossen sind der Sprungturm und das Kinderbecken. Im Schwimmerbecken dürfen sich gleichzeitig 39 und im Nichtschwimmerbecken 41 Personen aufhalten. Vor dem Baden muss eine gründliche Körperreinigung erfolgen. Aus hygienischen Gründen ist das Rasieren, Nägel schneiden, Haare färben oder ähnliches nicht erlaubt.
  • Geöffnet sind zudem Umkleidekabinen, Toiletten, Wärmeduschen, Kiosk, Kinderspielplätze, Tischtennisplatten (eigene Schläger mitbringen) und Beach-Volleyball-Feld. Der Verleih von Zubehör wie Schwimmnudeln ist derzeit nicht möglich.
  • Öffnungszeiten täglich von 10 bis 20 Uhr, unabhängig von der Witterung. Kontakt: Naturerlebnisbad im Kemnather Land, Gabellohe 21a, Telefon 09642/1560, Fax 09642/921620, E-Mail info[at]naturerlebnisbad-kemnather-land[dot]de oder Homepage www.naturerlebnisbad-kemnather-land.de
Viel Platz im Wasser haben die Schwimmer in ihrem Bereich.
Auf den großflächigen Liegewiesen verlieren sich sehr schnell die Gäste. Der Abstand ist ausreichend.
Eine große Wasserfontäne markierte das Ende der Rutschpartie von Bayreuths stellvertretendem Landrat und Geschäftsstellenleiter der VG Weidenberg, Klaus Bauer.
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