08.01.2020 - 13:15 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Anton Dornheim fehlt Transparenz

Der SPD-Ortsverein will den gemeinsamen Bürgermeisterkandidat von CSU und Freien Wählern sowie den Bewerber der Immenreuther Wählergemeinschaft (IWG) herausfordern.

Thomas Döhler (stehend) gab einen Einblick in seine Wahlkampfthemen als Landratskandidat.
von Bernhard KreuzerProfil

Aus diesem Grund regten die Genossen in der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) eine Podiumsdiskussion mit allen drei Anwärtern auf den Chefsessel im Rathaus an.

Fest im Terminkalender eingetragen ist für den Wahlkampf eine Bürgerversammlung unter dem Motto "Sie fragen - wir antworten" im Sportheim am 28. Februar.

Bürgermeisterkandidat Anton Dornheim ist es wichtig, das Vertrauen der Bevölkerung zu den großen Parteien zu erhalten. Diese hätten die Aufgabe, die Politik vor Unterwanderung zu schützen, Orientierung zu geben und modern zu sein. Den Bürger müsse zugehört und ihre Anliegen verstanden werden. Der SPD gehe es um das Gemeinwohl. Sie setze deshalb Signale für die Zukunft.

Kritisch äußerte er sich zur Kandidatur des Geschäftsleiters der Gemeindeverwaltung. Es entstehe der Eindruck, dass es CSU und Freien Wählern einfach um die Machterhaltung gehe. Der Geschäftsleiter werde als "Marionette" in die Öffentlichkeit gestellt, meinte Dornheim. Er vermisste die fehlende Transparenz bei der laufenden Diskussion zum Thema Rathaus, Container und Gesundheit der Bediensteten in der Gemeindeverwaltung. Der Redner forderte auf, das Gutachten über die Schimmelbelastung auf den Tisch zu legen. Die Container seien wegen der Dringlichkeit ohne entsprechende Anschlussplanung aufgestellt worden, vermutete er.

Auch die IWG habe dem zugestimmt. In ihr sah Dornheim eher Mitläufer. Es genüge nicht, einfach eine Partei zu gründen ohne eigenes Programm und Struktur.

Thomas Döhler sprach seine Programmpunkte für seine Landratskandidatur an. Er forderte unter anderem eine höhere Schlüsselzuweisung vom Freistaat für die Gemeinden, so wie in anderen Bundesländern auch. Damit könnten die Kommunen ohne große Bürokratie und Zeitaufwand selbst entscheiden, in was sie investieren und wären nicht von der Entscheidung der Regierung abhängig.

Gesundheit, Nahverkehr, die Förderung von Wohnraum in den Kommunen, Bildung und erneuerbare Energie waren andere Themenfelder. Ebenso der Breitbandausbau und die Forderung nach einem Jugendparlament im Landkreis Tirschenreuth. Ein Sprachrohr sollen die unter 18-Jährigen bekommen, forderte Döhler. "Wer sich in der Jugend engagiert, engagiert sich vielleicht im Alter für die Kommune."

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