02.09.2020 - 13:05 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Wie wird der Baum zum Brett?

Heimat- und Naturkundeunterricht kann großen Spaß machen. Und das bereits eine ganze Woche vor Schulbeginn. Wie geht das?

Ausreichend Abstand und Gehörschutz gehörten zum „Heimatunterricht“.
von Bernhard KreuzerProfil

Ins Sägewerk Schäffler kamen im Rahmen des Ferieprogramms der Gemeinde interessierte Kinder. Nicht nur sie, sondern auch die Eltern, lauschten den theoretischen und praktischen Vorträgen von Roland Schäffler.

„Vom Baum zum Brett“, hieß das spannende Thema. Sägewerker Roland Schäffler startete seine Einführung mit dem Holzeinschlag. In den R-Monaten, also von September bis März, sollen Bäume wegen ihres geringen Wassergehalts und der damit verbundenen Holzqualität gefällt werden. In erster Linie wird Käferholz oder Holz aus anderen Schadereignissen für den Bau im Sägewerk selbst verarbeitet.

Ein geschlossener, klimaneutraler Kreislauf wird hergestellt und das vom Baum gespeicherte CO2 belastet nicht die Umwelt. „Das Wort Abfall gibt es nicht“, so Roland Schäffler. Selbst die Sägereste wie Schwarten, Späne und Rinden sind wertvoller Rohstoff. Er wird zu Pellets, Spann- oder USB-Platten verarbeitet.

In der praktischen Vorführung demonstrierte Roland Schäffler seinen Gästen die Verarbeitung von vier Baumstämmen. Die Sägeblätter des Gatters wurden mit einem Schnitt von 24 Zentimetern zunächst vorgezogen, dann gewendet und in vier Zentimeter dicke Dielen oder Bohlen für den Bau nachgeschnitten und gesäumt.

Zu dem praktischen Teil gehörte selbstverständlich auch die Vorführung wie die Sägeblätter in den Sägerahmen eingebaut, gespannt und stumpfe Sägeblätter wieder geschärft werden.

Ausreichend Abstand und Gehörschutz gehörten zum „Heimatunterricht“.
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