13.03.2020 - 17:11 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Vor Beitritt erst VG-Gemeinden fragen

Der von Immenreuthern beantragte Beitritt zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kemnath scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Er war ein Punkt in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag.

von Bernhard KreuzerProfil

Zunächst gab Zweiter Bürgermeister Josef Hecht einen Sachstandsbericht zur Stellungnahme des Bayerischen Prüfungsverbandes. Die finanziellen Auswirkungen bei einem Eintritt in die VG könnten zurzeit nicht seriös ermittelt werden. Es sei die Frage, ob deren Mitgliedsgemeinden Kemnath und Kastl mit einem Wiedereintritt von Immenreuth einverstanden sind. Das Landratsamt macht ebenso einen Beitritt von deren Zustimmung abhängig. Der Gemeinderat beschloss deshalb, vor weiteren Entscheidungen bei der VG einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Hecht stellte vier Möglichkeiten vor. Ein Rathausneubau werde nicht gefördert und belaste den Gemeindehaushalt mit zwei bis drei Millionen Euro. Für eine Sanierung selbst müsste die Gemeinde aufgrund fehlender Förderung eine Summe zwischen 1,5 und 2 Millionen aufbringen. Die vor zehn Jahren erstellten Planungen mit einer Summe von einer Million Euro werden durch zwischenzeitliche Forderungen des Brandschutzes und der Statik erhöht.

Die dritte Variante ist der Beitritt zur VG. Kemnath und Kastl müssten hier zustimmen. Erst dann können die finanziellen Auswirkungen erhoben werden. Als Favorit kristallisiert sich der Erwerb des Sparkassengebäudes heraus. Dazu hat Geschäftsleiter Thomas Kaufmann im Februar die Fördersituation ausgelotet. Demnach könnte aus dem Rathaus ein sogenanntes Bürgerhaus mit Räumlichkeiten für Vereine, Verbände, Jugend-, Senioren und Behindertenarbeit entstehen. Ausweichmöglichkeiten für den schulischen Bedarf sind möglich und ein Saal für Sitzungen der gemeindlichen Gremien vorhanden.

Als Stabilisierungsgemeinde würde für den Umbau ein Zuschuss von 90 Prozent gewährt. "Der Gemeindehaushalt würde lediglich mit 150 000 bis 200 000 Euro belastet", meinte das amtierende Gemeindeoberhaupt. Diese Summe erhöht sich um den Kaufpreis für das Sparkassengebäude. Hier wiederum sah Hecht eine Reduzierung durch die monatlichen Mieteinnahmen aus der Zahnarztpraxis.

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