03.09.2019 - 12:10 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Bemerkenswerte Benediktiner-Bibliothek

Kulturelle Sehenswürdigkeiten und Landschaftserlebnisse warteten auf die 50 Teilnehmer der Vier-Tages-Fahrt der Immenreuther KAB zur südsteierischen Weinstraße.

Im Klosterhof des Benediktinerstift von Admont kamen die rund 50 Teilnehmer der Vier-Tagesfahrt des KAB-Ortsverbandes zu einem gemeinsamen Gruppenfoto zusammen.
von Roman MelznerProfil

Bei der Anreise am ersten Tag stellte der Besuch des barocken Stifts Sankt Florian bei Linz einen ersten Höhepunkt dar. Am Wirkungsort des berühmten Komponisten Anton Bruckner in der Stiftskirche der Augustiner besuchten die Immenreuther in der Krypta dessen Grabstätte, ein Stockwerk unter seiner Wirkungsstätte als Organist der Basilika. Das spätere Kloster entstand am Begräbnisort des heiligen Florian, der wegen seiner Glaubensfestigkeit von den Römern hier in der Enns ertränkt worden war.

Beim Besuch der steirischen Hauptstadt Graz und des slowenischen Maribor erkannten die Oberpfälzer durch die vom Baustil, des Baumaterials und der Farbgebung her ähnlichen Renaissance-Gebäude deutlich die lange gemeinsame Zeit beider Städte unter der Habsburger-Herrschaft im Gebiet südlich der Alpenkette. Natürlich besuchten sie auch das Grazer Wahrzeichen, den Uhrturm auf dem Schlossberg.

Bei einer Stadtrundfahrt durfte ein Abstecher an den Stadtrand von Graz zur Wallfahrtskirche Maria Trost nicht fehlen. Der starke Besuch dieser Andachtsstätte in fast ländlicher Umgebung bewies, welch hohe Bedeutung die dortige Bevölkerung noch christlichen Werten beimisst. Kulinarisch verwöhnt wurde die Reisegruppe in ihrem Hotel in Gamlitz an der Weinstraße. Auch die Blumen- und Baumpracht im Ort war beeindruckend, nicht umsonst wurde Gamlitz bereits für die schönste Blumenpracht Österreichs ausgezeichnet.

Bei einer weiteren Rundfahrt auf der südsteirischen Weinstraße von Hügel zu Hügel an der Grenze zu Slowenien entlang, sahen die Immenreuther einerseits, wie beschwerlich die Weinbauern ihre Arbeit an den steilen Hängen verrichten müssen. Andererseits werden sie jedoch entschädigt mit fantastischen Ausblicken in die Täler mit den präzise parallel laufenden Rebstöcken und den vereinzelt dazwischen gestreuten schmucken Weingütern sowie den Pappelalleen.

In dieser "Steirischen Toskana" fühlen sich auch viele Prominente wohl. So ging die Fahrt vorbei an den Weingütern und Villen der Unternehmer Mateschitz und Pischetsrieder, des Sängers Peter Kraus oder des ehemaligen Tennisprofis Thomas Muster sowie vieler erfolgreicher Anwälte und Ärzte, die dieses traumhafte Gebiet zu schätzen wissen. Beim Besuch der Krennmühle erlebten die Ausflügler in Leutschach, wie sich ein jahrhundertealtes Handwerk auch heute noch fortführen lässt.

Bei der Rückfahrt hielten die Teilnehmer zur Rast bei den Benediktinern im Stift Admont. Als kulturellen Höhepunkt machten die KABler eine Führung durch die beeindruckenden Räume der von der Fläche her weltgrößten Klosterbibliothek.

In diesem lichtdurchfluteten Gebäude war alles aufeinander abgestimmt. Die Bodenfliesen, die bronzierten Bildstatuen und die Deckengemälde wiesen alle auf die Bedeutung des Wissens und auf wichtige Persönlichkeiten in den ausgestellten Büchern hin. Alles war ausgerichtet auf das Lesen als Ausgangspunkt für die Bildung des Menschen. Dies alles ließ sich nur schaffen und erhalten, indem auch die Benediktiner finanziell ihren Beitrag leisteten mit ihren vom Kloster betriebenen Firmen wie der Gärtnerei, der Forstwirtschaft, der Gaststätte und dem Betreiben der Weingüter, die vor allem über der Grenze bei Maribor liegen.

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