17.04.2020 - 09:46 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Fischerkönig statt Bademeister

Die Verantwortlichen haben das Naturerlebnisbad Immenreuth auf Vordermann gebracht: Die Graskarpfen wurden ins Sommerquartier umgesetzt. Für die Einrichtung gibt es Lob von besonderer Stelle.

von Bernhard KreuzerProfil

Sehr gute Arbeit leistete das Dutzend Graskarpfen von Kai Wolf im Becken des Naturerlebnisbades im Kemnather Land. Sie hielten das Schwimmer-, Sprung- und Nichtschwimmerbecken sowie den Strandbereich seit dem Ende der Badesaison 2019 frei von Algen. Am Mittwoch haben die Graskarpfen ihre Arbeit beendet und das Winterquartier verlassen. Sie kehrten in ihren Sommerteich zurück.

Die Frage blieb beim „Abfischen“: Wann ist Bad-Eröffnung? Der 23. Mai steht dafür im Terminkalender. Ob die Tore an diesem Tag noch verschlossen bleiben, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Unabhängig davon muss das blitzblank gesäuberte Bad genauso wie bei einer Öffnung betrieben werden. Der Grund dafür ist, dass der große Pflanzenfilter den ständigen Wechsel von Wasser benötigt, wie Bademeister Kai Wolf erklärt.

In der neuen Badesaison wird er von vier neuen Rettungsschwimmern entlastet. Einige Änderungen werden die Badegäste in der diesjährigen Saison vorfinden: So wird die Kinderrutsche vom Beckenrand mit fließendem Wasser versorgt - rutschen macht dann noch mehr Spaß.

Geplant sind drei Vollmondschwimmen, kündigt der neue Geschäftsführer Günther Strobel an. Über die jüngste Beurteilung des Naturerlebnisbades durch EKO-Plant, der Gesellschaft, die die ökologische Klärtechnik des Bades entwickelt hat und betreut, ist er glücklich. Hellauf begeistert war EKO-Plant vom Pflegezustand des Bades. Noch mehr begeistert war die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft aus Neu-Eichenberg vom Graskarpfen-Einsatz. Wolfs Idee wurde bereits weiterempfohlen.

Ein gutes Zeugnis erhielt dieser Tage die Naturerlebnisbad-GmbH von der Berufsgenossenschaft. Ihren Bericht schließt sie mit der Feststellung: „Das Thema Arbeitssicherheit ist sehr gut organisiert. Die Ansprechpartner verfügen über ein hohes Maß an Fachwissen und sind sehr darauf bedacht, Anforderungen zu identifizieren und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen einzuleiten. … Insgesamt ein sehr guter Eindruck.“ Extra vermerkt wurde im Bericht, dass es nichts zum Bemängeln gab.

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