02.10.2018 - 13:33 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

"Gemeinsam sind wir stark"

Alt und jung radeln bei "Biken für Kerala" mit. Der älteste Teilnehmer ist 80 Jahre alt.

von Bernhard KreuzerProfil

Zu der Verbundenheitsfahrt der Radsportgruppe des Sportvereins mit den indischen Flutopfern standen am Sonntag viele prominente Vertreter in der ersten Startreihe: unter anderem Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Kreis- und Stadträtin Jutta Deiml aus Kemnath, Bürgermeister Josef Etterer mit Gattin Lucia aus Kastl, Bürgermeister Wolfgang Braun aus Fuchsmühl in großer Begleitung und Spitzensportler Gerd Schönfelder aus Kulmain.

Die Radsportgruppe versicherte, dass jeder gespendete Euro über die "Werke Assisi Sisters" dort ankommt, wo er benötigt wird. Vor dem Start beteten die Pfarrvikare Dr. Joseph Meenpuzhackal und Dr. Justin Kamwanya Kishimbe für die Flutopfer. Die Spende wird den von der verheerenden Flut Getroffenen helfen und Wunden heilen, betonten sie. Vor allem jenen, die all ihr Hab und Gut verloren haben und um ihre Existenz bangen müssen. Sie beteten auch für einen sorgfältigen Umgang mit der Technik und Natur und die darin eingebundene Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Die Verbundenheit mit den Flutopfern führte Jung und Alt zusammen. Die jüngsten Teilnehmer waren gerade mal drei Jahre. Mit einer besonders sportlichen Leistung zeichnete sich Vincent Stelzl aus: Zehn Kilometer strampelte er im wahrsten Sinn des Wortes mit Papa Norbert, Mama Roswitha und Schwester Sophia. Hans Gleich aus Plößberg stand mit 80 Lenzen als ältester Teilnehmer in der Startreihe. Aus eigener Kraft umrundete er vier Mal den Kurs. Radrennfahrer, ehrgeizige Mountainbiker und gemütliche E-Biker markierten das große Feld. Auch Arzberger, Marktredwitzer, Fuchsmühler, Friedenfelser, Vorbacher und Creußener fanden den Weg nach Immenreuth. Manche schafften an diesem Tag 20 und mehr Runden. Insgesamt wurden 2341 Runden beziehungsweise 11 705 Kilometer an dem sonnigen Tag zurückgelegt. Leidenschaftlicher Einsatz er 15-köpfigen Radsportgruppe ließ den Radsonntag zu einem viel gelobten Ereignis werden. Bei strahlendem Himmel wurde das Gelände rund um den Pavillon beim Naturerlebnisbad wieder zu einem großen Treffpunkt. Nicht nur Radler kamen zu Kaffee und Kuchen oder zu einem Imbiss.

Bei der Planung stand zunächst eine gruppeninterne Veranstaltung im Vordergrund. Überraschend viele Spendengelder ermöglichten es, den Teilnehmerkreis ständig zu vergrößern. Große Unterstützung wurden bei den Vorbereitungen und der Organisation geleistet: Spontane Helfer meldeten sich. Ihnen und der Gemeinde, den drei kommunalen Feuerwehren, dem Helfer vor Ort, der Polizeiinspektion Kemnath und insbesondere der Naturerlebnisbad GmbH dankte Monika Kainz für die unbürokratische Unterstützung. "Gemeinsam sind wir stark", sagte sie begeistert.

Lobeshymnen erhielt die Radsportgruppe. "Super Aktion", "Super Respekt", "Megastarke Veranstaltung", "Biken für Kerala von A bis Z turbogelungen", "super Organisation", lauteten einige euphorische Rückmeldungen. Einige kündigten an, gleich wieder zum nächsten Biken des Sportvereins und zur Radwallfahrt im kommenden Jahr nach Fuchsmühl zu kommen. "Nächstes Jahr wieder", ermunterten viele die Radsportgruppe.

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