22.12.2019 - 14:32 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Genossen gehen den Weg alleine

Bei der Gemeinderatswahl im März tritt der SPD-Ortsverein Immenreuth mit einem zwölfköpfigen Team an. Kräftige außerparteiliche Unterstützung leisten Bauunternehmer Gerhard Tretter und Bankkaufmann Josef Ditschek.

Für die SPD in den Ring steigen (vorne, von links) Sabine Kreuzer, Ursula Schuster und Anneliese Hautmann sowie (stehend, von links) Thomas Döhla, Josef Ditscheck, Gerhard Tretter, Anton Dornheim, Markus Schraml, Alfred Schuster, Gustav Storm, Willy Merkl und Peter Merkl.
von Bernhard KreuzerProfil

Ihre Entscheidung, für den Gemeinderat zu kandidieren, begründeten die beiden Parteilosen damit, mithelfen zu wollen, die Gemeinde wieder aus der verfahrenen Situation zu führen.Alfred Schuster leitete am Freitag in der Familienferienstätte die Nominierungsversammlung. Dazu begrüßte er Vorsitzenden Markus Schraml, Bürgermeisterkandidat Anton Dornheim und Landratskandidat Thomas Döhler. Seiner Begrüßung folgte eine Richtigstellung zur Aussage der Freien Wählergemeinschaft zur Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Dort bedauerte fünf Tage zuvor ihr Vorsitzender Eberhard Besold, die SPD habe den Weg verlassen, einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aller Fraktionen im Gemeinderat aufzustellen.

Alfred Schuster erinnerte zunächst an sein E-Mail vom 20. Juni, das an den Vorsitzenden der Freien Wählergemeinschaft, Eberhard Besold, den CSU-Vorsitzenden Lothar Porst sowie an den Fraktionssprecher der SPD, Erich Hader, und an zweiten Bürgermeister Josef Hecht gerichtet war. Dabei wurde Bezug auf das Gespräch der Fraktionsvorsitzenden im Oktober 2018 vergangenen Jahres genommen. Eine gemeinsame, abgestimmte Strategie bezüglich Bürgermeisterkandidatur und Wahlliste schlug damals die SPD als sinnvolle Lösung vor. Dazu wurde ein Treffen am 26. Juni angeregt. Eberhard Besold sah eine gemeinsame Besprechung zur Bürgermeisterkandidatur noch als zu verfrüht an und bekundete, die Freien Wähler würden eine eigene Wahlliste erstellen. Keinen Bedarf sah Josef Hecht und Lothar Porst blieb eine Antwort schuldig, bedauerte Alfred Schuster. Der SPD-Ortsverein suchte daraufhin einen eigenen Kandidaten.

Der CSU selbst hielt Alfred Schuster vor, bei der Wahl 2014 Kämmerer Heinz Lorenz zu erst groß gemacht und dann wie eine Kartoffel fallen gelassen zu haben. „Der Umgang mit ihm ist nicht in Ordnung“, betonte Schuster. Großer Schaden sei für die Gemeinde entstanden und der Fehler von 2014 werde nunmehr mit Thomas Kaufmann wiederholt.

Die Ereignisse in der Gemeinde verursachen kein motivierendes Klima, der Imageschaden sei groß. Über die Container werde gespöttelt und nicht unterschätzt werden dürfe der finanzielle Schaden. „Geld wird vom Fenster hinausgeworfen“, sagte Schuster und ergänzte: „Wenn 2014 das Rathaus saniert worden wäre, hätte viel Geld gespart werden können, was heute fehlt.

Fünf Jahre wurde in der Gemeinde nichts gemacht und jetzt verfällt man in Aktionismus, stellte Alfred Schuster fest.

An die neue Immenreuther Wählergemeinschaft gerichtet führte Schuster aus, sie hätte nach ihrer Gründung die Chance für mehr Ehrlichkeit und Demokratie zu sorgen gehabt, wenn sie eine eigene Fraktion im Gemeinderat gegründet hätte. Demgegenüber trugen ihre drei Vertreter jeden Beschluss im Gemeinderat mit.

„Wir schauen nach vorne als Optimisten“, bekundete Schuster zum Schluss. Die gilt auch für die Teilnahme an der Dart-Vereinsmeisterschaft am 28. Dezember in der Mehrzweckhalle. Zwei Mannschaften sollen angemeldet werden. Gleichzeitig lud Schuster zur Jahreshauptversammlung am 6. Januar ein.

Einstimmig wurde die Liste der Gemeinderatskandidaten angenommen. Es bewerben sich: 1. Peter Merkl, 62, Diplom-Finanzwirt (FH) und Bürgermeister a.D.; 2. Sabine Kreuzer, 55, Postbeamtin; 3. Markus Schraml, 53, Lagerist; 4. Anneliese Hautmann, 59, Büroangestellte; 5. Gerhard Tretter, 58, Bauunternehmer; 6. Ursula Schuster, 62, Industriekauffrau; 7. Josef Ditschek, 58, Bankkaufmann; 8. Wolfgang Merkl, 57, Postbeamter a. D.; 9. Willy Merkl, 72, Rentner; 10. Gustav Storm, 65, kaufmännischer Angestellter; 11. Roland Hautmann, 55, Maschinenführer; 12. Alfred Schuster, 64, Diplom-Sozialpädagoge (FH). Ersatzkandidaten wurden nicht gewählt.

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