29.10.2020 - 13:56 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Helfen, Persönlichkeit der Grundschüler mitzuentwickeln

Sozialpädagogin Nadja Mark nahm ihre Tätigkeit an der Grundschule Immenreuth auf. An zehn Stunden in der Woche unterstützt sie am mittwochs und freitags den Lehrkörper.

Rektorin Gudrun Lehner (rechts) und Bürgermeister Thomas Kaufmann hießen Sozialpädagogin Nadja Mark an der Immenreuther schule willkommen.
von Bernhard KreuzerProfil

Für Nadja Mark hat die Gemeinde als Sachaufwandsträger im Raum der Schulbücherei, die in einen darüberliegenden Raum umgezogen ist, ein eigenes Büro eingerichtet.

Rektorin Gudrun Lehner und Bürgermeister Thomas Kaufmann hießen die 23-jährige Sozialpädagogin am Mittwoch offiziell willkommen. Im Programm "Schule öffnet sich" des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unterstützt die Tirschenreutherin die Bildungs- und Erziehungsarbeit an der Schule. Ihre Aufgabe ist es, mit gruppenbezogener Präventionsarbeit an der Persönlichkeitsentwicklung und Werteerziehung der Grundschulkinder mitzuwirken.

Laut Rektorin Lehner ist es Ziel, Gewalt und Mobbing an der Schule zu keinem Thema werden zu lassen. Der Erziehungsauftrag der Schule wurde deshalb um diesen Schritt erweitert. Auf ganze Klassen, Jahrgänge oder Gruppe konzentriert die Schulsozialpädagogin ihre Arbeit. "Wenn notwendig auch einmal mit zwei Schülern", um zu verhindern, dass Kinder an eine Randposition gedrängt werden, sagte Mark. Einzelfallbezogene Gespräche sind deshalb die absolute Ausnahmen.

In Trainingskursen werden die Schüler zur Verhinderung von Gewalt und Mobbing, für deren Vorkommnisse, Formen und Auswirkungen zunächst einmal sensibilisiert. Die Handlungsfelder richten sich dabei auf pädagogischen Projekte, Workshops und Trainingseinheiten. Dies soll die Teamfähigkeit oder die Fähigkeit, Konflikte zu lösen, entwickeln und aufrecht erhalten. Toleranz, Achtsamkeit, Selbstwert oder Selbständigkeit dienen dazu, diese Problemfelder nicht entstehen zu lassen. Gesundheitsförderliche Angebote, welche auf das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Schüler abzielen, gehören ebenso dazu.

Ein erstes Projekt dazu startete Nadja Mark in einer Flexklasse. Die Lebensmittelampel für gesunde oder zu vermeidende Ernährung stellte sie dabei in den Mittelpunkt. Nach den Worten von Rektorin Gudrun Lehner umfasst das Arbeitsgebiet auch die Vorbeugung gegen sexuellen Missbrauch, Erlebnispädagogik außerhalb des Hauses, Umwelterziehung und Nachhaltigkeit.

Eine offene Schülersprechstunde wird angeboten, ebenso die Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Schulpsychologen und Beratungslehrern. Die Verbindungen der Schulsozialpädagogin stehen dazu zur Verfügung.

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