27.07.2020 - 14:39 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Immenreuther Förderschüler trotzen allen Widrigkeiten

Auf dem neuen Lebensstundenplan der Abschlussschüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Immenreuth stehen von nun an berufliche oder weitere schulische Qualifikationen. Die sehr positive Nachricht war: Alle haben bestanden.

Natalia Gregorova (gelbes Kleid), Jeremy Lewis (dahinter) und Sarah Spitzbarth (Fünfte von links, zusammen mit den weiteren Abschlussschülern) sind heuer die besten Absolventen des Sonderpädagogischen Förderzentrums. Ihnen gratulierten unter anderem Klassenlehrerin Jasmin Heindl und Schulleiterin Franziska Schubert (von rechts).
von Arnold KochProfil

Mit einer würdigen, aber wegen den Corona-Hygienevorschriften stark verkleinerten Abschlussveranstaltung entließ das Sonderpädagogische Förderzentrum seine Abschlussschüler ins Berufsleben oder an weiterführende Schulen. Am Freitagvormittag hieß Sonderschulrektorin Franziska Schubert die Jugendlichen, ihre Eltern sowie Freunde, Lehrkräfte und Offizielle in der Schulturnhalle willkommen. Ehrengäste waren Bürgermeister Thomas Kaufmann, Elternbeiratsvorsitzende Karin König, die Dienstkräfte der Gemeinde und Schulverwaltung sowie aktuelle und ehemalige Lehrkräfte.

Verkürzte Unterrichtszeiten

"Ihr seid ein ganz besonderer Jahrgang. Wer hätte es gedacht, dass solch große Einschränkungen und Hindernisse auf euch und die Schule zukommen würden?", erklärte Schubert. Abstand halten, Maske tragen, Hygienebedingungen einhalten; all das habe den Schul- und Lernbetrieb bei verkürzten Unterrichtszeiten erschwert. Mit wenigen Lehrkräften bereiteten sich die Abschlussschüler mit Klassenlehrerin Jasmin Heindl auf die Prüfungen vor.

Sie hätten sich trotz aller Widrigkeiten nicht entmutigen lassen. "Es wurde zielstrebig und intensiv sowohl zu Hause als auch im Präsenzunterricht gearbeitet", betonte Schubert. "Alle sechs Schüler absolvierten erfolgreich den Mittelschul- oder L-Abschluss." Sie wünschte ihnen Erfolg, Ausdauer und Kraft für ihren weiteren Lebensweg.

Nach dem Verlesen des Grußwortes des entschuldigten Landrates Roland Grillmeier erhielten die Schüler einen Kinogutschein als Geschenk des Landkreises. "Es freut mich sehr, dass trotz der widrigen Umstände ein solch gutes Abschlussergebnis erzielt werden konnte. Ihr könnt darauf sehr stolz sein", verdeutlichte Bürgermeister Thomas Kaufmann. Es müsse jetzt jeder für sich selbst den passenden Weg finden. Als Anerkennung überreichte er den Besten ein Präsent der Gemeinde. Elternbeiratsvorsitzende Karin König attestierte den Schülern Standfestigkeit sowie Beharrlichkeit und dankte den Eltern, Schul- und Lehrkräften für das große Engagement. Als Anerkennung überreichte sie Eis-Gutscheine.

Schülersprecher Marcel Murr dankte dem Elternbeirat und dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung bei Schulausflügen sowie Klassenlehrerin Heindl und den weiteren Lehrkräften für die Prüfungsvorbereitung. Dafür gab es ein Blumenpräsent.

Wie ein Blumenstrauß

Heindl verglich ihre Klasse mit einem Blumenstrauß. "Manchmal ward ihr wie Sonnenblumen, die Wärme und Fröhlichkeit bringen. Nicht immer, aber sehr oft ward ihr fleißige Lieschen, aber auch manchmal wie Rosen als Zeichen der Liebe und Freundschaft, doch immer hilfsbereit. Ihr seid ein großes Geschenk", erzählte sie. Sie rief dazu auf, keine Angst vor der Zukunft zu haben und wünschte allen einen guten Start.

Bei der Zeugnisausgabe erinnerten sich Schüler und Lehrer anhand einer Beamerpräsentation an die vergangenen Schuljahre. Das Zeugnis zum erfolgreichen Mittelschul- oder L-Abschluss erhielten Chantal Dietrich, Natalia Gregorova (Schulbeste mit 1,78), Jeremy Lewis (Zweitbester mit 2,2), Marcel Murr, Juliana Oeser und Sarah Spitzbarth (Drittbeste mit 2,4).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.