06.03.2019 - 13:46 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Lorenz tritt aus CSU aus

Der CSU-Ortsverband blickt kommenden Sonntag auf sein 70. Gründungsjubiläum. Das wird der in der Jahreshauptversammlung gewählte Vorstand ausrichten. Ortsvorsitzender Lothar Porst wird dazu Tobias Reiß als Ehrengast begrüßen.

Die Geldkassette der CSU übernahm Christian Wolf (links) von Roman Melzner (rechts).
von Bernhard KreuzerProfil
Die neue Führungsmannschaft des CSU-Ortsverbands (von links sitzend): Christina Dötterl, Bernhard Söllner, Maria Frauenholz, Lothar Porsch und Bernhard Schmid sowie (von links stehend) Josef Hecht, Albert Melzner, Andreas Popp, Heinrich Thurn, Christian Wolf, Johannes Frauenholz, Alois König und Matthias Melzner.

Das zurückliegende Jahr des CSU-Ortsverbandes überschattete das Gerichtsverfahren gegen Bürgermeister Heinz Lorenz. Für die CSU gewann er 2014 den Rathaussessel zurück. Das Schöffengericht in Tirschenreuth verurteilte ihn im Januar wegen Untreue zu elf Monaten Haftstrafe auf Bewährung (wir berichteten). In der Zwischenzeit ist er aus der Partei ausgetreten, berichtete Porst. Mit einer weiteren Kündigung der Mitgliedschaft und dem Tod von Johann Unterburger sank die Mitgliederzahl auf 85.

Zum weiteren Verfahren gegen Lorenz führte das amtierende Gemeindeoberhaupt Josef Hecht aus, dass nach dem vom 31. Januar gesprochenen und gleichzeitig rechtskräftig gewordenen Urteil das Amtsgericht Tirschenreuth fünf Wochen Zeit hat, das Urteil an die Landesanwaltschaft zu übersenden. Nach Eingang wird diese über ein Disziplinarverfahren entscheiden.

Porst indes zog nach seinem Rechenschaftsbericht ein erfolgreiches Jahresfazit. Er erwähnte dabei das Bürgergespräch in Plößberg. Der dort vorgebrachte Wunsch nach mehr Parkplätzen für die Feuerwehr wurde bereits verwirklicht. Über das Ende der Kreidezeit in einem eingerichteten digitalen Klassenzimmer der Grundschule informierte sich die CSU und sieht es als ihre Aufgabe an, dem Fortschritt in der Schule weiter den Weg zu ebnen. Der politische Frühschoppen beim Wiesenfest in Kemnath und der Einsatz der Mitglieder bei der Landtags- und Bezirkstagswahl waren weitere Punkte, ebenso die Winterwanderung und der Neujahrsempfang. Mit der Jungen Union, dessen Vorsitzenden Johannes Frauenholz Porst willkommen hieß, wurde das Mitteilungsblatt "Schwarz auf Weiß" mit dem JU-Kalender verteilt.

Zur Europawahl im Mai rief der CSU-Ortsvorsitzende zu einer regen Beteiligung auf. "Es besteht eine große Chance, einen heimatnahen Kandidaten ins Europaparlament zu bringen", sagte er mit Blick auf Christian Doleschal aus Brand. Zum Schluss erinnerte er an die im Herbst vergangenen Jahres geplante und in den März 2019 verschobene 70-Jahr-Feier des Ortsverbandes. Mit Musik und der Ehrung verdienter Mitglieder werde das Jubiläum begangen. Die Bevölkerung ist dazu am 10. März ins Pfarrheim eingeladen.

Zum Schluss dankte Porst noch Kassenführer Roman Melzner für seine zwölfjährige Arbeit. Bei den anstehenden Neuwahlen trat er nicht mehr an, konnte aber zuvor noch auf einen kleinen Zuwachs in der Parteikasse aufmerksam machen. Nicht mehr zur Wahl stellte sich auch Kassenprüfer Martin Doleschal, der Roman Melzner wieder eine saubere Kassenführung bescheinigte.

Der neue Vorstand setzt sich in den kommenden zwei Jahren zusammen aus: Vorsitzendem Lothar Porst, Stellvertreter Bernhard Söllner, Schriftführer Josef Hecht, Stellvertreter Bernhard Schmid, Kassier Christian Wolf, den Kassenprüfern Wilhelm und Josef König sowie den Beisitzern Christina Dötterl, Maria Frauenholz, Birgit Bayer, Albert und Matthias Melzner, Josef Prechtl, Heinrich Thurn, Johannes Frauenholz sowie Andreas Popp.

Den ersten Termin für die Delegierten zur Kreiskonferenz durften Johannes Frauenholz, Josef Hecht, Matthias Melzner, Lothar Porst, Bernhard Schmid und Bernhard Söllner gleich notieren. Es ist der 11. April, wenn der Landratskandidat der CSU für die Kommunalwahl 2020 nominiert wird. Ersatzdelegierte sind Maria Frauenholz, Alois und Josef König, Albert und Roman Melzner sowie Josef Prechtl.

Der neue und alte Vorsitzende Lothar Porst gab unter anderem den Termin für das Bürgergespräch am 13. September bekannt.

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