03.12.2019 - 14:36 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Platz für neue Halle auf Wunschzettel

Unter den Kleinen der Größte werden, das ist die Zielsetzung der Trassl Polymer Solutions GmbH in Immenreuth. Grundstock dafür sind die langjährigen Mitarbeiter und das Fachwissen aus der Glasherstellung, erfuhr der SPD-Ortsverein.

Der erste kollaborierende Roboter ist installiert. Er arbeitet selbstständig und schaltet bei jedem Kontakt automatisch ab. Verletzungen werden dadurch vermieden. Thomas Döhler, Geschäftsführer Patrick Stumpf, Markus Schraml, Anton und Regina Dornheim sowie Peter Merkl (von links) schauten sich die Maschine genauer an.
von Bernhard KreuzerProfil
Geschäftsführer Patrick Stumpf (Zweiter von rechts) und Anja Schicker von der Personalverwaltung führten (von links) Peter Merkl, Markus Schraml, Alfred Schuster, Regina Dornheim, Thomas Döhler und SPD-Bürgermeisterkandidat Anton Dornheim für die Produktionsstätten.

Die Feierabendglocke aus der Firmengeschichte der ehemaligen Glasfabrik empfängt die Besucher im Verwaltungsgebäude. 1852 hing sie noch in Warmensteinach. Sie ist zum Symbol für die Schaffenskraft und die Beständigkeit des Unternehmens geworden. Geschäftsführer und Generalmanager Patrick Stumpf verwies bei einem Besuch des SPD-Ortsvereins um Bürgermeisterkandidat Anton Dornheim und dem Landratskandidat Thomas Döhler auf das "Maskottchen" des Unternehmens. "Wir wollen in Immenreuth bleiben und investieren", bekräftigte Stumpf.

Als Ziel und Wunsch nannte er, irgendwo in Immenreuth eine neue Halle aufzubauen und die Produktionshallen energetisch auf neue Füße zu stellen, um die Stärken des Betriebes als Kunststoffspezialist ausspielen zu können. Das ist zum einen die Herstellung von Hohlkörpern mittels Blasformen, zum anderem die Fähigkeit, auch Serien in geringer Stückzahl zu fertigen. Die dazugehörigen Formen werden in der eigenen Werkstatt angefertigt. Über 1350 dieser Werkzeuge zählt das Lager aktuell.

Zehn Millionen Fläschchen für Zitronensaft werden jährlich produziert. Eine andere Größenordnung ist die Beschriftung von Hohlkörpern mittels Siebdruck. Fünf Millionen erhalten in dieser Abteilung heuer eine dauerhafte Beschriftung, erklärte der Geschäftsführer.

Neben der chemischen gehören die Lebensmittel-, Automobil- und Kosmetikindustrie zu den Kunden. Diese können ihre Wünsche und Aufträge über einen Online-Konfigurator von ihrem Standort aus starten. Den Weg in die Zukunft zeichnet weiter der erste installierte kollaborierende Roboter.

Um nicht stehen zu bleiben, diene die Kooperation mit Hochschulen der Region, informierte Stumpf. Biopolymere Kunststoffe gehören dazu. Auf Kundenwunsch werden mit ihnen die Produkte hergestellt. Damit verbinden sich das große Feld von Mikroplastik in der Umwelt und Recycling von Kunststoffen. Es ist ein Spagat zwischen Anspruchsdenken, Anforderungen an das Produkt, individuellem Umgang mit ihm und Wiederverwertung. Gerade die steigende Sorge um die Umweltbelastung durch Kunststoff veranlasste Stumpf auf die Vielschichtigkeit dieser zu lösenden Frage einzugehen.

Einen kurzen Blick warf er auch auf die Firmengeschichte. Sie begann mit der Gründung der Glasfabrik in Warmensteinach, die nach Immenreuth verlegt wurde und 1957 die Produktion von Plastikartikeln aufnahm. 2016 wurde Trassl-Plastik an die BLS Invest GmbH aus Bayreuth verkauft und in Trassl Polymer Solution GmbH umbenannt.

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