Immenreuth
23.07.2018 - 16:34 Uhr

Mit Ruhe Großes bewirken

Einen musikalischen Streifzug durch die Bibel unternimmt Pfarrer Josef Triebenbacher bei einem KAB-Abend im Pfarrheim. Jeder erlebte Tag ist ein Geschenk Gottes, lautet dabei das Credo des Geistlichen.

Nachdenkliche, aber auch heitere Gedanken gibt Pfarrer Josef Treibenbache im katholischen Herz-Jesu-Pfarrheim weiter. Mit seinen Liedern geht er auf einen Streifzug durch die Bibel. mez
Nachdenkliche, aber auch heitere Gedanken gibt Pfarrer Josef Treibenbache im katholischen Herz-Jesu-Pfarrheim weiter. Mit seinen Liedern geht er auf einen Streifzug durch die Bibel.

(mez) "Wir haben uns unser Leben nicht erarbeitet oder erkauft", gab der Pfarrer Josef Triebenbacher anfangs zu bedenken. Das Leben sei uns von den Eltern und von Gott geschenkt worden. Dafür sollten wir dankbar sein, ebenso wie für das tägliche Essen und Wasser zum Leben, was nicht überall auf der Welt selbstverständlich sei. Auch ein Dach über dem Kopf habe nicht jeder. "Wir brauchen aber vor allem auch ein Dach über unserer Seele, da zu einem gesunden Körper auch ein gesunder Geis gehört."

Mit Liedern streifte der musikalische Pfarrer durch die Bibel und zeigte, wie dort bedeutende Persönlichkeiten dank ihrer Ruhe, ihrer Ziele und Visionen sowie ihrem Gottvertrauen Großes bewirkt haben. Anhand von Abraham, den Triebenbacher als verbindendes Glied zwischen vielen Religionen sah, bewies er seine These. Gott bat diesem im hohen Alter, wegzuziehen. Dafür versprach er ihm ein neues Land (Kanaan), einen Nachkommen (Isaak) sowie Stammvater vieler Völker (Juden, Moslems und Christen) zu werden.

Auch Moses zeigte unter der Herrschaft der Ägypter großes Gottvertrauen, als er das Volk der Israeliten aus der Knechtschaft befreite und viele Jahre durch die Wüste führte. Diese stehe hierbei oft auch als Symbol für die eigene Wüste, in der wir alle oftmals leben, meinte der Geistliche. "Wir sind ausgebrannt (Burnout), wissen nicht mehr weiter und haben Angst vor dem Morgen. Erst diese Wüste ließ aber die Gotteserfahrung zu, und als man sich dieser Stärke wieder bewusst wurde, fand man einen Ausweg."

Jesus Christis stelle sogar eine direkte Brücke zwischen dem Himmel und Erde dar. Er habe immer wieder in seinen Gleichnissen gepredigt, an das Gute im Menschen zu glauben soll und dass sich Mühen immer wieder auszahlen werden, sofern wir nicht nachließen. Triebenbacher erinnerte an das Gleichnis vom Sämann, bei dem nur ein Viertel der Saat aufgeht, aber diese geringe Frucht das bis zu Hundertfache an Ernte einbringt.

Auch auf das Gleichnis vom barmherzigen Vater und seinem verlorenen Sohn ging der Geistliche ein. "Wir dürfen keine Gräben aufreißen, sondern müssen immer wieder als Brückenbauer agieren. Beim Beten des Vaterunsers können wir uns immer wieder aufs Neue Gedanken machen mit wem wir unser tägliches Brot teilen können." KAB-Vorsitzende Claudia Porst, Pfarrer Markus Bruckern und Kaplan Justin Kishimbe dankten Triebenbacher mit langanhaltendem Applaus.



Von der Kuah, die in die Kirch' gehn wollt':

Bevor Pfarrer Josef Triebenabcher den Sommerabend mit einem kurzen Segenslied beschloss, sang er zur Aufheiterung das Lied von der "Kuah, die in die Kirch' gehn wollt'". Oftmals seien Kirchen falsch gebaut, erläuterte der Geistliche seine Intention zu dem selbst gedichteten Lied. Vorne in den ersten Reihen sei viel zu viel Platz, da kaum jemand dort sitze. Im hinteren Teil hingegen drängten sich aber die Menschen aneinander, so dass man fast dazu geneigt wäre, dort anzubauen, schmunzelte der Geistliche. Das Lied selbst handelte von einer Kuh, die mit einem Ochsen einmal einen Gottesdienst besuchte. Dort gefiel es den beiden Tieren so gut, dass sie die letzte Reihe für sich immer reservieren lassen. Das Lied trug der Pfarrer in Fredl-Fesl-Manier vor und kam bei den lachenden Zuhörern sehr gut an. (mez)

 
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