20.03.2020 - 15:31 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Steinäcker: Grundstücke gesichert

Die Immenreuther Gemeinderäte haben einige Beschlüsse zu fassen.

von Bernhard KreuzerProfil

Bei der Erschließung des Baugebietes Steinäcker geht es plötzlich rasant vorwärts. Nicht nur, dass im April der Spatenstich für den Abschnitt II erfolgt, sondern dass nunmehr auch die Grundstücke für den weiteren Abschnitt III gesichert sind. Mit der überraschenden Mitteilung wartete amtierender Bürgermeister Josef Hecht in der öffentlichen Gemeinderatssitzung auf. Zuvor hatte er von einer guten Nachfrage für die 24 Bauparzellen im Abschnitt II berichtet. Am Aschermittwoch gab er den Startschuss für die Erschließungsmaßnahmen bekannt und nun den kurz vor der Unterschrift stehenden Erwerb von circa 16 Hektar Grundstücksfläche.

"Mit diesem Grundstückserwerb käme der künftige Gemeinderat in die glückliche Lage, Herr des Verfahrens zu sein; soll heißen: Die Flächen für eine neues Baugebiet Steinäcker III sind im Besitz der Gemeinde und bisher aufgetretene Schwierigkeiten könnten vermieden werden."

Seine Information schloss er mit dem Satz: "Der Weiterentwicklung von Immenreuth würde dann nichts mehr im Wege stehen." Auf die noch freien Bauplätze im Abschnitt Steinäcker II wird künftig mit einer Tafel am Ortseingang hingewiesen, teilte Hecht mit.

Das gemeindliche Einvernehmen für den Anbau eines Balkons an ein bestehendes Gebäude im Kuhweg wurde erteilt. Keine öffentlichen Belange stehen dem Bau eines Wohnhauses mit Garage im Außenbereich von Punreuth gegenüber. Eine Bauvoranfrage beschied das Landratsamt bereits positiv. Straßenausbau

Auf Anfrage von Erich Hader (SPD) teilte Hecht mit, der Straßenausbau werde mit 90 Prozent bezuschusst. Kosten auf die Anlieger kommen nicht zu, sagte Geschäftsleiter Thomas Kaufmann. Ein vorläufiger Antrag zur Sicherung der Förderung wurde gestellt. Die Planungen werden in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt ergänzt und dann der Regierung vorgelegt.

Florian Hösl (FW) stellte fest, dass die Gewerbeliste auf der Internetseite der Gemeinde veraltet ist. Laut Kaufmann wird sie zurzeit überarbeitet. Wegen einer Serverumstellung im Landratsamt musste alles sehr schnell gehen. Anpassungen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Skilift ist wieder abgebaut, ohne einen einzigen Skilifttag. Hohe Kosten wurden eingefahren, stellte Ludwig Melzner (SPD) fest. Als Vorsitzender des Tannenberg e.V. sicherte er eine finanzielle Beteiligung an den Ausgaben zu.

Im Vergleich sei die Gemeinde besser mit dem schnellen Internet versorgt als Südkorea. Aber die Gemeinde will noch einen weiteren Schritt nach vorne tun. Welche noch erforderlich sind, darüber informierte Eduard Maier von der Breitbandberatung Bayern. Er stellte den Glasfasermasterplan und die Fördermöglichkeiten vor. Detailliert analysierte er zuerst den Ausbauzustand und stellte fest, wo noch dringender Handlungsbedarf nach den genutzten Förderprogrammen der Jahre 2017 und 2018 besteht.

70 Prozent hätten bereits einen Zugriff auf eine Leistung von über 100 MBits, 28 lägen darunter, 6 Adressen erreichten erst 30 MBits. Das seien vier Anwesen in der Lenauer Straße, eines in der Zweifelau sowie der Hochbehälter Ahornberg. Die Lenauer Straße werde bis Ende 2020 von der Telekom nachgerüstet, berichtete Maier. Ein Kupfernetz-Ausbau mit Super-Vectoring sei in Teilbereichen der Gemeinde vorgesehen. Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Downstream könnten dann dort übertragen werden. Die Bürger müssten aber selbst durch richtige Tarifwahl, richtigen Netzbetreiber und richtige Hardware aktiv werden, betonte Maier.

Seit einiger Zeit gibt es die Bayerische Gigabit-Tichtlinie. Förderfähig ist nur noch der Glasfaserausbau. Einen Masterplan dazu legte Maier vor und erläuterte anhand des Gemeindeteils Plößberg die resultierenden Möglichkeiten. Im Straßenausbau sollen hier die neue Förderung für die 70 Häuser genutzt und 13 weitere Anschlussmöglichkeiten hergestellt werden. Für die Gemeinde gilt ein Fördersatz von 90 Prozent. Weitere Infos: bitratenkarte.de/tir/immenreuth.

Einen Glasfaseranschluss erhält das Schulzentrum. Nach der Information der Breitbandberatung gaben Telekom und Amplus Angebote für die Grundschule der Gemeinde und für das Sozialpädadogische Förderzentrum des Landkreises ab. Für beide war Amplus günstiger. Auf Beschluss des Gemeinderats erhält Amplus den Auftrag für den Glasfaseranschluss der Grundschule für 36273,08 Euro. 3627,31 Euro entfallen dabei auf die Kommune, die mit dem Landkreis einen Förderantrag bei der Regierung stellt.

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