Die Zugtreppe runter und rauf in den obersten Bereich eines Hauses um den Kamin zu fegen. Dann hängt ein großes Hornissennest über dem Kopf. Gegenüber des Dachfensters haben es die großen Brummer gebaut. Nur gut, dass es bereits Ende November und kalt ist. Den Nestbau haben die Tiere längst eingestellt und die Königinnen suchten irgendwo ein Plätzchen für die Winterruhe.
Jörg Böhm wäre sicher auch im Sommer an dem großen Nest gefahrlos vorbeigekommen. Solange ein Nest der unter Naturschutz stehenden Insekten weder berührt noch erschüttert wird, besteht keine Gefahr. Hornissen sind überaus friedliche Tiere und greifen niemals grundlos an. Sie ziehen es sogar vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen. Da sind manche Wespenarten eine ganz andere Nummer. Auch sie versuchten im Lichtbereich des Dachfensters Nester zu bauen.
Nur: Hornissen und Wespen sind trotz ihres vergleichbaren Erscheinungsbildes keine Freunde. Für die Wespen, die bereits vor den Hornissen ihre Nester zu bauen begannen, bedeutete die neue Nachbarschaft das ultimative Aus: Wespen sind begehrte Beute der Hornissen.
Eines sollte gemacht werden, wenn Hornissen beginnen auf dem Dachboden ein Nest zu bauen: Eine große Wanne mit Sägespänen oder Vergleichbares unter das Nest stellen, damit der Urin der Hornissen und die aus dem Nest fallenden Maden aufgefangen werden. Wer das nicht macht, erlebt womöglich eine böse Überraschung anderer Art. In vorliegendem Fall allerdings nicht.















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