Immenreuth
23.07.2018 - 15:44 Uhr

Am Zielhafen angelegt

Das Sonderpädagogische Förderzentrum verabschiedet seine Schüler. Jetzt stehen berufliche oder weitere schulische Qualifikationen auf dem neuen Lebensstundenplan der Abschlussschüler.

Stellvertretende Schulleiterin Stefanie Lauter-Seitz (von links), zweiter Bürgermeister Josef Hecht, Martin Panzer, Fachlehrerin Melanie Iadonisi, Dominik Baisi, Förderlehrerin Brigitte Koch, Pascal Goller, Abschlussbester Sebastian Scheidler, Schulleiter Wolfgang Schmidt, Klassenlehrerin Silke Nußstein und Kreisrat Bernhard Söllner. ak
Stellvertretende Schulleiterin Stefanie Lauter-Seitz (von links), zweiter Bürgermeister Josef Hecht, Martin Panzer, Fachlehrerin Melanie Iadonisi, Dominik Baisi, Förderlehrerin Brigitte Koch, Pascal Goller, Abschlussbester Sebastian Scheidler, Schulleiter Wolfgang Schmidt, Klassenlehrerin Silke Nußstein und Kreisrat Bernhard Söllner.

(ak) Mit einer würdigen Abschlussveranstaltung entließ das Sonderpädagogische Förderzentrum seine Abschlussschüler ins Berufsleben oder weiterführende Schulen. Am Freitagnachmittag eröffnete die Flötengruppe unter Leitung von Förderlehrerin Brigitte Koch mit dem Stück „Alles nur in meinem Kopf“ die Schulentlassfeier. Als Ehrengäste hieß stellvertretende Schulleiterin Stefanie Lauter-Seitz Kaplan Justin Kishimbe, Kreisrat Bernhard Söllner als Vertreter des Landrats, Sonderschulrektor a.D. Wolfgang Schmidt, stellvertretenden Landrat Günter Kopp, zweiten Bürgermeister der Gemeinde Immenreuth Josef Hecht, den Vorsitzenden des Fördervereins Alfred Schuster, Elternbeiratsvorsitzenden Michael Goller sowie die Lehrkräfte und Eltern willkommen. Sie dankte der Klassenlehrerin Silke Nußstein für ihr Verständnis und Geduld bei der Prüfungsvorbereitung. Insgesamt vier Schüler absolvierten erfolgreich den Mittelschulabschluss. Mit einem Maßband und Meterstab als visuelle Lebensleiter zeigte sie den Schülern ihren Lebenspunkt bei 15 Zentimetern. „Ihr steht noch ganz am Anfang in Eurem Leben. Ihr beendet Eure Schulzeit und beginnt Euren neuen Lebensabschnitt Beruf. 50 Jahre arbeiten stehen vor Euch“, erklärte sie mit Verweis auf den scheidenden Rektor Schmidt. Er hat mit großer Freude und Begeisterung seinen Berufsweg begonnen, Schulen und Stationen und viele Schüler kennengelernt. „Wolfgang Schmidt hat sich nie überschätzt, Probleme mit Kollegen gelöst, Neues dazu gelernt und alle Veränderungen und Neuerungen mitgetragen ohne grimmig zu sein“, erklärte sie. Ihm sei es wichtig gewesen, Kollegen zu haben, die ihm hierbei geholfen zu haben. Manchmal hätten ihn Schüler enttäuscht, sich Eltern beschwert und er habe Rückschläge weggesteckt. „Auch ihr müsst lernen, Rückschläge wegzustecken und neu motivieren. Dazu gehören innere Größe, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit“, verdeutlichte Lauter-Seitz. Sie rief die Entlassschüler dazu auf, sich nie entmutigen zu lassen und dem Null-Bock-Syndrom nie zu folgen. Nach dem Flötenstück „Groovy Kind of Love“ überbrachte Kreisrat Bernhard Söllner die Glückwünsche des Landkreises als Schulsachaufwandsträger. Er verglich die Schulentlassung mit einer Schiffsreise. Der sichere Hafen der Schule mit den Lehrern als Lotsen werde verlassen, das Steuerrad müsse selbst übernommen werden. Abenteuer, Erfahrungen würden jetzt auf hoher See gesammelt, Stürme müssten verkraftet werden. Selbstgewähltes Ziel sei der nächste Hafen mit einem sicheren Ankerplatz. Er riet den Kindern, der Kapitän der eigenen Freiheit und Lebensweg zu sein. Zweiter Bürgermeister Josef Hecht lobte die familiäre Atmosphäre der Schule, die auch durch Zuschüsse der Gemeinde unterstützt wird. „Lasst es krachen, ihr habt es Euch verdient“, war sein Rat. „Wir haben es geschafft; unsere Lehrer haben an uns geglaubt“, versicherte Schülersprecher Pascal Goller. Er zollte den Lehrkräften Respekt für ihre Gutmütigkeit, liebevolle Strenge und pädagogische Begleitung während der Schulzeit. Sein besonderer Dank galt der Klassenleiterin Silke Nußstein, Förderlehrerin Brigitte Koch und Rektor Wolfgang Schmidt samt allen Förderern. Nach dem Flötenstück „Wake me up“ zog Klassenlehrerin Silke Nußstein ein erfolgreiches Resümee für die Entlassschüler. „Ihr habt heute an Eurem Zielhafen Schulende angelegt und geht auf Weiterreise; das Zeugnis ist eure Heuer, die entscheidet, mit welchem Schiff ihr weiterreisen könnt“, stellte sie fest. Als Reisegepäck gingen viele schöne Erinnerungen, Wissen und Erfahrungen mit auf die Reise. Sie riet ein Leben lang zu lernen, denn bei einem erlernten Beruf würde es nicht bleiben. Bei der Zeugnisausgabe erinnerten sich Schüler und Lehrer anhand einer Beamerpräsentation an die vergangenen Schuljahre, Klassenfahrten, Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Das Zeugnis zum erfolgreichen Mittelschulabschluss erhielten Martin Panzer, Dominik Baisi, Pascal Goller und der Schulbeste Sebastian Scheidler mit einem Notenschnitt von 1,6.

Zu seiner Verabschiedung überreichten der Elternbeiratsvorsitzende Michael Goller und sein Stellvertreter Martin Meyer dem scheidenden Sonderschulrektor Wolfgang Schmidt einen Präsentkorb. Sie dankten ihm für sein großes Engagement zum Wohl der Schüler und des Förderzentrums und wünschten ihm Gesundheit und Wohlergehen im künftigen Ruhestand. Schmidt betonte in seinen Abschiedsworten, dass er in seiner Zeit als Rektor den schulischen und persönlichen Werdegang der Schüler begleiten durfte. „Ihr Abschlussschüler macht Euren Weg, davon bin ich überzeugt“, bestätigte er gerührt. Im Anschluss luden die Entlassschüler, Elternbeirat und Förderzentrum zum Schulfest auf dem Allwetterplatz ein.

 
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