Immenreuth/Kulmain/Kemnath. (bkr) Der Tod hat im Flötzbach Einzug gehalten. Es stinkt nach verwesenden Fischen und Krebsen. Oberhalb des sogenannten "Schafstegs" verschwindet das Gewässer im Untergrund. Die schmale Brücke verbindet über einen Flurbereinigungsweg die Gabellohe mit Oberbruck. Der Flötzbach markiert dort gleichzeitig die Grenze zwischen den Gemeinden Immenreuth und Kulmain. Bei Berndorf, das zur Stadt Kemnath gehört, tritt er wieder aus dem Untergrund hervor.
Über 100 tote Forellen markieren den ausgetrockneten Bachlauf. Verendete oder um ihr Leben kämpfende Krebse sind zu finden. Es riecht entsprechend. Das fehlende Wasser gibt Bauschutt als Dammbefestigung frei. Das Phänomen ist nicht neu, wissen die älteren Generationen. Sie schilderten aber auch, dass früher der Flötzbach im Frühjahr angestaut wurde, um die Wiesen in trockenen Sommern zu bewässern. Die Flutung mit dem Schneeschmelzwasser soll aber auch den Sinn gehabt haben, die Flächen mit den mitgeführten Nährstoffen zu düngen.


















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