Unfall bei Immenstetten: Zwei Männer in Lebensgefahr

Zwei Autos stoßen am frühen Mittwochnachmittag auf der AS 30 zwischen Raigering und Immenstetten an der Abzweigung ins einen Kilometer entfernte Aschach zusammen. Vier Männer werden schwer verletzt, bei zweien besteht Lebensgefahr.

Vier Menschen sind am Mittwochnachmittag bei einem Unfall bei Immenstetten schwer verletzt worden.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 50-Jähriger aus dem Landkreis auf der AS 30 von Immenstetten kommend in Richtung Raigering unterwegs. An der Abzweigung nach Aschach wollte er links abbiegen und übersah dabei wohl einen aus Raigering kommenden BMW der Dreier-Serie, in dem drei Männer saßen. Die beiden Autos stießen zusammen. Der Passat überschlug sich und kam im Straßengraben zum Liegen.

Zwei Männer eingeklemmt

Um 13.37 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm ein. Die Aktiven aus Aschach, Freudenberg-Wutschdorf, Raigering, Kümmersbruck, Amberg und Steiningloh rückten aus. Andere Verkehrsteilnehmer leisteten zu diesem Zeitpunkt vorbildlich Erste Hilfe. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl aus Freudenberg, der den Einsatz der Feuerwehren koordinierte, waren zwei der vier Unfallopfer eingeklemmt. Die Freudenberger, Amberger und Kümmersbrucker arbeiteten parallel mit drei Rüstsätzen (Rettungsschere und -spreizer), um sie aus den total demolierten Fahrzeugen zu befreien. Wie Joanna Sladki, Organisatorische Leiterin Rettungsdienst, erklärte, wurden sowohl der Fahrer des Passat als auch die drei Männer im BMW schwer verletzt.

An der Unfallstelle landeten zwei Hubschrauber. Christoph 80 aus Weiden flog den Passat-Fahrer, der sich ein Polytrauma und eine Wirbelsäulenverletzung zugezogen hatte, in die Regensburger Uniklinik. Einen 43-Jährigen, der hinten rechts im BMW saß, als Einziger nicht angeschnallt war und ein Polytrauma erlitt, brachte der in Bayreuth stationierte Christoph 20 nach Bayreuth. Dort wurde der Mann, den beherzte Ersthelfer aus dem Wagen gezogen hatten, sofort notoperiert. Beide Männer schweben in Lebensgefahr. Die anderen Schwerverletzten, der 27-jährige BMW-Fahrer und sein Beifahrer (20), kamen mit multiplen Frakturen und Prellungen per Rettungswagen ins Klinikum St. Marien.

Großaufgebot am Unfallort

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot an der Unglücksstelle: die Feuerwehr laut Armin Daubenmerkl mit insgesamt rund 45 Aktiven, das BRK nach Angaben von Joanna Sladki mit vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen, zwei weiteren Notärzten und dem Einsatzleitwagen. Leitender Notarzt war Dr. Christian Wolf. Zusätzlich waren die medizinischen Crews der beiden Hubschrauber an der Unfallstelle im Einsatz.

Die AS 30 war zwischen der Abzweigung ins Industriegebiet Nord und Raigering komplett gesperrt. Erst um 17.20 Uhr, als ein Gutachter seine Arbeit beendet hatte, wurde die Kreisstraße wieder freigegeben. Den Gesamtschaden an den Fahrzeugen gibt die Polizei mit 10 000 Euro an.

Auf der Wiese neben der AS 30 landen zwei Rettungshubschrauber: Christoph 20 aus Bayreuth (vorne) und Christoph 80 aus Weiden (im Anflug).
Die drei Männer, die im BMW saßen, wurden schwer verletzt, einer davon lebensgefährlich.
Der Fahrer dieses Passat, der nach Aschach abbiegen wollte und vermutlich den entgegenkommenden BMW übersah, erlitt lebensbedrohliche Verletzungen.
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