21.03.2019 - 13:40 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Blumenwiese light

Blühstreifen für Bienen und Insekten sind in aller Munde. Auch bei der Frauen-Union Irchenrieth. Sie legt dem Gemeinderat einen Antrag auf Anlegen einer Biotopfläche „Artenreiches Extensivgrünland“ vor.

Feldblumen werden entlang des Lärmschutzwalls (links) wachsen. Aber sie werden jährlich abrasiert.
von Ernst FrischholzProfil

Dieses solle auf dem Grünstreifen zwischen dem Lärmschutzwall und dem Baugebiet „Am Hennenbach“ von der Gemeinde angelegt werden. Zudem werde eine Ausdehnung auf weitere Flächen gefordert. Bürgermeister Hammer führte dazu aus, dass er mit Mathilde Müllner vom Naturpark die Fläche besichtigt hatte. Diese empfiehlt hier eine reine Blumenmischung ohne Gräser, die dann nicht gemäht werden darf. Claudia Meier gefiel das nicht. Ihr wäre das Konzept des Landschaftsgärtners lieber, das dem Antrag beilag. Hierbei wird dieser Blühstreifen im Juli und dann im Herbst gemäht. Bürgermeister Hammer hakte nach, wo der Vorteil für Bienen, Insekten und Schmetterlinge nach Juli sei. Letztendlich ließen sich der Gemeindechef und auch Wolfgang Schieder, beide plädierten für die Komplettlösung, umstimmen. Werner Härtls Vorschlag war, dies dann doch am Regenrückhaltebecken zusätzlich zu verwirklichen. Da brauche man dann nicht mähen und die Blumen können sich ausbreiten. Dem stimmten auch Schieder und der Gemeindechef zu.

In der Gemeinderatssitzung standen sowohl die Ersatzbeschaffung des MLF für das 35 Jahre alte Löschfahrzeug LF8 auf der Tagesordnung wie auch die Neubeschaffung des MTW. Gemeinderat und Kommandant der Feuerwehr Michael Hammer erläuterte diese Splittung: Der Wehr wurde ein großes Löschfahrzeug mit 13 oder 14 Tonnen genehmigt. Die Krux sei, dass der Fahrer hierfür einen Lastwagen-Führerschein braucht. Den haben zu wenig Mitglieder. Also muss das Fahrzeug unter 7,5 Tonnen sein. Dann hat es aber nur mehr sechs Plätze – und eine Löschgruppe besteht aus neun Aktiven. Deshalb bekommt die Feuerwehr zusätzlich den MTW. Er ist für die Beförderung der Aktiven, wird aber auch für Unfälle und kleinere technische Hilfeleistungen bestückt. Bürgermeister Josef Hammer erläutert, dass dieses Konzept mit der Regierung der Oberpfalz und Kreisbrandrat Marco Saller abgestimmt ist. An Geldern stehen dafür 210.000 Euro aus dem Vorjahr und 134.600 Euro im nächsten Jahr im Haushalt bereit. An Förderung kann mit 65.000 Euro gerechnet werden.

Die beiden Grüngutcontainer, die in dieser Woche aufgestellt wurden, kommen in nächster Zeit weg. Dafür wird die Gemeinde an gleicher Stelle ein Fahrsilo errichten. Man vergrößert dadurch das Volumen um das doppelte wie bisher und zudem ist es für die Bürger wesentlich einfacher, hier ihr Grüngut abzulagern.

Nach der Überarbeitung des Bebauungsplans „Feuerwehrhaus“ mit der Aufnahme der geforderten Retentionsfläche – also einer Überflutungsfläche im Hochwasserfall – war der Plan nochmals bis Januar öffentlich ausgelegen. Von Seiten der Regierung, des Landratsamts und des Wasserwirtschaftsamts kamen keine Einwände mehr. "Wir haben die geforderte Retentionsfläche von 750 Quadratmeter auf 1650 Quadratmeter vergrößert und das hat überzeugt", sagte der Bürgermeister. Der vorsorgliche Widerspruch der Tennet, weil das Areal im im Bereich des 1000 Meter Korridors der Kabeltrasse liegt und somit eine räumliche Überschneidung vorliegt, handelte Hammer mit der Erklärung ab, dass die Kabeltrasse viel weiter westlich durch den Staatswald verläuft und so der Standort nicht betroffen ist. In einem weiteren Schreiben erhielten bekannte drei Anlieger ihre Einwände von 2016 und 2017 aufrecht. Neu dazu kam ihr Einwand, dass von dem Feuerwehrhaus Lärm ausgehen wird und sie somit betroffen sind. Dies handelte man mit der Feststellung ab, dass bezüglich Lärm die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Am Ende der Sitzung verlas Hammer noch ein Schreiben der Tennet, wonach die Gemeinde in das Planfeststellungsverfahren einbezogen wird, weil Irchenrieth seine Stellungnahme auch an die Bundesnetzagentur eingereicht hat.

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